niemoeller3Wenn Erkenschwick aus der 1:4 (1:3)-Niederlage gegen Lippstadt eine Erkenntnis ziehen kann, dann, dass es so ein Spiel nicht noch einmal geben darf. Vor 250 Zuschauern präsentierte sich der Gastgeber im Stimbergstadion wie eine Schülermannschaft. Statt den Lippstädtern den erste Niederlage zuzuführen – die letzte kassiere der Gast ausgerechnet in der vergangenen Saison gegen die Spielvereinigung – ließ Erkenschwick wichtige Tugenden vermissen.

 

“ Lippstadt war eine Klasse besser. Magnus Niemöller (Trainer Erkenschwick)”

Kaum auf dem Platz, stand es schon 0:2. Ein simpler Spielzug mit einem Diagonalball von Stefan Parensen und einem Sprint über die rechte Seite reichte aus, um Lippstadts Stürmer Björn Traufetter freizuspielen (7.). Direkt nach dem Wiederanstoß eroberte Traufetter das Leder vom unkonzentrierten Daniel Feldkamp und ließ sich das zweite Tor nicht nehmen. "Das war auch schon gut gespielt", sagte Traufetter über den ersten Treffer und nahm die Erkenschwicker Defensive in Schutz. Eine höfliche Geste des Gastgebers, aber angesichts des schwachen Zweikampfverhaltens der Spielvereinigung auch nicht mehr.

Zwar kamen die Erkenschwicker dank eines Stellungsfehlers in der Lippstädter Abwehr schnell zum Anschlusstreffer, doch das blieb mehr oder minder die einzig richtig gefährliche Offensivaktion. "Wir haben unseren Plan genau umgesetzt, haben den Gegner mit unserem Spiel an den Rand des Wahnsinns gebracht", analysierte Lippstadts Trainer Stefan Fröhlich. Auch Doppeltorschütze Traufetter lobte: "Wir haben unheimlich kompakt gestanden, haben aus dem Spiel praktisch nichts zugelassen."

Das lag zum einen am starken Defensivspiel der Lippstädter, aber vor allem auch an der Ideenlosigkeit im Erkenschwicker Angriffsspiel. "Wir waren im letzten Drittel zu zerfahren", sagte Trainer Magnus Niemöller, der mit der Leistung alles andere als einverstanden war: "Lippstadt war eine Klasse besser. Die Niederlage geht auch in der Höhe in Ordnung."

von Marc Siekmann/ RevierSport

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