Kämpfte in der Woche mit einer Grippe: Wattenscheids Trainer Andre Pawlak.Die Westfalenliga 2 fiebert dem Spiel des Jahres entgegen. Am Sonntag, 4. März (15 Uhr, Stimbergstadion), empfängt der Tabellenzweite den -ersten.


Alle Beteiligten hoffen im Vorfeld auf ein würdiges Spitzenspiel und eine vierstellige Kulisse. „Das ist das Highlight der Saison. Das haben sich die beiden Mannschaften mit ihren Leistungen in der bisherigen Saison auch verdient“, sagt André Pawlak.

Allerdings kämpfte der SGW-Chefcoach unter der Woche mit einer schweren Grippe – und nicht nur der Trainer. „Uns hat es erwischt“, sagt der Fußballlehrer, der als Aktiver einst für Erkenschwick spielte und hofft, dass die „sieben oder acht“ Vergrippten bis Sonntag wieder bei 100 Prozent sind. Alexander Thamm hat seine ganz eigene Theorie, warum so viele 09er kränkeln: "Alles sind nach dem Kaan-Marienborn-Spiel froh gewesen, dass es auch mit dem ersten Heimsieg geklappt hat und nach der Anspannung ist man ein bisschen schlapp", erklärte der Innenverteidiger mit einem Augenzwinkern. Apropos Thamm - "zu 110 Prozent habe er eingeschlagen", sagt sein neuer Chef.


"Sie reisen gerne"
Das Phänomen, dass sein Team besonders bei Auswärtsspielen eine enorme Unterstützung erfährt, kann sich André Pawlak auch nicht so richtig erklären. "Die Wattenscheider reisen anscheinend gerne", meint der Coach. Wenn es in der Lohrheide aber auf die Zielgerade geht, soll auch zuhause der Kessel brodeln: "Jetzt an der Berliner Straße ist es sowieso etwas anders. Aber ich hoffe, dass die Zuschauerzahlen noch mal deutlich nach oben gehen, wenn die Entscheidungen anstehen."
Neben dem Winterzugang wird ein Rückkehrer beim Traditionsduell alles in die Waagschale werfen: Rechtsverteidiger Marvin „die Axt“ Rathmann ist wieder fit. „Und dann spielt er auch“, kündigt sein Vorgesetzter an - will aber die Leistung seiner Vertreter Sven Preissing und Saffet Davulcu damit nicht schmälern.

Dass es gegen Heven und Kaan-Marienborn „nur“ knappe Erfolge gab, ficht Pawlak im Übrigen nicht an. „Ich weiß nicht, ob die Medien jeden Sonntag eine Gala von uns erwarten. Ich tu es nicht. Wir haben aus drei Rückrundenspielen neun Punkte geholt. Was will ich mehr?“

Ganz ähnlich verhält es sich beim so oft bemühten doppelten Klassensprung. "Unsere Planungen beziehen sich auf die Oberliga", stellt Pawlak klar. Schließlich sei ein Erfolg in den Relegationsspielen auch gar nicht planbar, was nicht heißen soll, dass der 41-Jährige nicht Meister werden möchte. Und gewinnen will er am Stimberg sowieso - auch wenn man mit zwölf Punkten Vorsprung mittlerweile ein komfortables Polster hat. "Natürlich spielen wir auf Sieg!"

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