Sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft: Trainer Magnus Niemöller.Der ASC 09 Dortmund kann sich bei Keeper Dominik Altfeld bedanken, dass das Gastspiel beim der Spielvereinigung Erkenschwick nicht in einem Debakel endete.


Gut ein halbes Dutzend Hochkaräter – inklusive eines Elfmeters von Stefan Oerterer – machte der Schlussmann im Verlauf der 90 Minuten zu Nichte.


Allein, genützt hat es am Ende nichts. Durch Treffer von Martin Setzke (50.) und Sebastian Westerhoff (78.) siegten die Hausherren immer noch recht deutlich mit 2:0. „Das war ein total verdienter Sieg“, bilanzierte anschließend Erkenschwicks Coach Magnus Niemöller, vergaß aber nicht vor allem die zuletzt häufiger gescholtene Defensive zu loben: „Hinten haben wir absolut fehlerlos agiert und was Thorben Menne auf der Sechserposition abgeräumt hat, war schon toll.“

Sicherlich richtig, aber die Gäste machten es den „Schwickern“ auch viel zu einfach. Denn zum schwachen Zweikampfverhalten gesellte sich auch noch eine dumme Aktion von Marvin Homand. Der Innenverteidiger ließ sich bei einer Ecke für Erkenschwick zu einer Tätlichkeit an seinem Pendant Davide Basile hinreißen und kassierte dafür zu Recht den roten Karton (28.) „Ich habe hier auch schon gestanden und gesagt, die Rote Karte hat uns nicht geholfen“, erinnerte sich Niemöller hinterher. „Doch heute war das anders.“ Denn seine Elf blieb auch bei zahlenmäßiger Überlegenheit konzentriert – häufig keine Selbstverständlichkeit - und erarbeite sich auch nach dem Seitenwechsel zahlreiche Chancen.

Erkenschwick: Müller – Basile, Kokot, Eisen, Ostdorf – Kilian, Westerhoff, Rosenkranz, Menne – Oerterer (80. Glembotzki), Setzke.
ASC Dortmund: Altfeld – Schweers, Homand, Mihajlovic, Rudnik (78. Dedner)- Hueck (31. Hense), Oscislawski, Kinscher, Sievers (46. Enke), Schwarz – Adler.
Schiedsrichter: Thorsten Derbort (Münster).
Tore: 1:0 Setzke (50.); 2:0 Westerhoff (78.). Zuschauer: 280.
Rote Karte: Homand (28. Tätlichkeit).

Stimmen zum Spiel:

„Unterm Strich geht das Ergebnis vollkommen in Ordnung“, erkannte daher auch ASC-Coch Jörg Silberbach die deutliche Überlegenheit der Heimelf an, er ging noch etwas weiter: „Am Ende ging es für uns sogar nur noch um Schadensbegrenzung.“


Aplerbecks Sportlicher Leiter Samir Habibovic nahm kein Blatt vor den Mund: "So schlecht habe ich unsere Mannschaft in dieser Saison noch nie gesehen. Das war gar nichts, besonders vor dem Seitenwechsel. Weder offensiv noch defensiv haben wir einen einzigen entscheidenden Zweikampf gewonnen. Und nur weil der Dominik so stark gehalten hat, sind wir hier nicht abgeschlachtet worden."

ASC-Kapitän Mischa Mihajlovic gab zu: "Eigentlich hätten wir schon mit einem 0:5-Rückstand in die Pause gehen müssen. Denn unsere Abwehr- und Mittelfeldleistung war unterste Schublade. Dem Sturm kann man noch nicht einmal groß Vorwürfe machen. Die haben ja überhaupt keine Bälle bekommen. Wir müssen jetzt unbedingt sehen, dass wir punkten, sonst wird es noch einmal richtig eng."

Erkenschwicks Timo Ostdorf zeigte sich trotz des klaren Erfolges kritisch: "Die Dinger, die in der Hinrunde reingegangen sind, die machen wir im Moment einfach nicht. Dennoch bin ich mit der Leistung insgesamt zufrieden. Wir haben über 90 Minuten Spannung und Konzentration hochgehalten und haben sehr geduldig agiert; auch dann noch, als wir in Überzahl waren."

Sein Kapitän Nils Eisen schlug in die gleiche Kerbe: "Grundsätzlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn die Chancenverwertung wieder mangelhaft war. Trotz der vielen vergebenen Hochkaräter in Halbzeit eins haben wir uns aber in der Pause vorgenommen, dass wir noch mindestens einen Treffer erzwingen wollen. Dass wir dazu endlich auch mal wieder zu Null gespielt haben: umso besser."

Nils Heimann

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