Sein Treffer reichte nicht: Thorben Menne.Die Spvgg. Erkenschwick kam beim TuS Eving nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus und bleibt damit vorerst weiter auf Platz zwei hinter Wattenscheid 09.


Dabei hätte dem ESV nicht viel zum Sieg gefehlt. Genauer gesagt nur eine Minute, denn Eving gelang erst in der Nachspielzeit der Ausgleich durch Christian Werner. Nach einem Eckball von Dimitrios Kalpakidis war er mit dem Fuß zur Stelle. „Das war keine Ecke und der Freistoß davor war auch nichts“, ärgerte sich ESV-Coach Magnus Niemöller. „Viele Szenen wurden heute mit zweierlei Maß bewertet“, zielte Niemöllers Missmut vor allem auf den Schiedsrichter. Für Gegenüber Daniel Rios war das Unentschieden das Mindeste: „Wir hätten sogar den Sieg verdient gehabt, hatten ganz klar die besseren Chancen.“


Zunächst begann die Partie sehr zäh, beide Mannschaften fielen vor allem durch hartes Einsteigen auf und weniger durch gelungene Spielzüge. Das führte dazu, dass Sebastian Westerhoff noch in der ersten Halbzeit verletzt ausschied. Auch die spätere Auswechslung von Timo Ostdorf war verletzungsbedingt. „Es gibt da jemanden auf dem Platz, der dafür sorgen muss, dass ein Spiel nicht zu hart wird“, war Niemöllers einziger Kommentar zu diesem Thema. Daniel Rios bewertete das anders: „Es ging heute um viel, da ist es klar, dass es zur Sache geht. Böse Fouls waren ja nicht dabei und etwas Aggressivität gehört einfach dazu.“

Nach der Pause wurde das Spiel zunehmend interessanter, weil beide Teams mehr riskierten. Vor allem die Gastgeber kamen in Person von Florian Gondrum zu drei guten Torchancen, die aber alle von Marcel Müller vereitelt wurden. Doch auch Sascha Piontek auf der anderen Seite musste mehrmals eingreifen, so wie nach 75 Minuten, als er einen Schuss des stets bemühten Stefan Oerterer parierte. In der 83. Minute wiederholte sich diese Szene, mit dem Unterschied, dass diesmal Thorben Menne mit dem Kopf zur Stelle war und den Abpraller in die Maschen beförderte. Die Gäste hatten jetzt die Tabellenführung vor Augen, bis eben Christian Werner Sekunden vor dem Schlusspfiff die Party vereitelte. Unschöne Szene zum Schluss: Bastian Erzen bejubelte den Ausgleich so provozierend, dass er vom Schiedsrichter wegen Unsportlichen Verhaltens die Rote Karte sah.

Durch die Punkteteilung haben die Serien der beiden Mannschaften gehalten: Eving ist jetzt seit fünf, und Erkenschwick sogar seit zehn Spielen ungeschlagen.

Eving Lindenhorst: Piontek – Kasperidus, A.Konya, Tech, E.Konya – Werner, Homann (78. Rammel), Kalpakidis, Bugri – Erzen, Gondrum (58. Fernandes Gomes).
Erkenschwick: Müller – Kokot, Basile, Eisen, Sawatzki – Ostdorf (86. Siwek), Menne, Kilian, Westerhoff (38. Batman) – Glembotzki (73. Rosenkranz), Oerterer.
Schiedsrichter: Phillip Dräger (Bielefeld).
Tore: 0:1 Menne (83.), 1:1 Werner (90.+3).
Zuschauer: 250.
Rote Karte: Erzen (90.+3, Unsportlichkeit).

Nico Westerholt

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