Bekam Lob von der Schalker Deligation: ESV-Chef Hermann Silvers.

Obwohl bereits sicher für die Oberliga qualifiziert, ließ es die Spvgg. Erkenschwick auch gegen TuS Eving-Lindenhorst erstmal nicht ruhiger angehen.


Erst in Hälfte zwei - was aber auch alle Beteiligten verstehen konnten. "Da war ein bisschen die Luft raus. Obwohl die Chancen da gewesen wären, um acht oder neun Tore zu schießen", meinte Spvgg. Geschäftsführer Wolfgang Urbanczyk nach dem 4:0 (4:0)-Sieg am Freitagabend.

Obwohl auf dem Kunstrasen-Nebenplatz gespielt wurde, war die Stimmung am Stimberg gut. Und der Naturrasen im Stadion muss schließlich für zwei Highlights geschont werden.

Da wäre zum einen das Halbfinal-Rückspiel der Deutschen U19-Meisterschaft, dass die Schalker in Erkenschwick austragen. "Eine tolle Geschichte für unseren Verein", freute sich ESV-Chef Hermann Silvers. Die königsblaue Nachwuchs-Delegation lobte im Übrigen nicht nur den Rasen. Norbert Elgert und Oliver Ruhnert waren auch von der Westfalenliga-Mannschaft des Traditionsklubs angetan - und das Lob aus berufenem Munde ging Silvers natürlich runter wie Öl.

Auch auf das Freundschaftsspiel gegen die Profis des MSV Duisburg am kommenden Mittwoch freut man sich im Vest. "Das ist über einen Sponsor zustande gekommen", berichtete Urbanczyk. Anstoß gegen die Zebras ist um 18.30 Uhr.

Dass mitten im zweiten Durchgang plötzlich ein Feuerwerkskörper hochging und den Platz in roten Rauch hüllte, kam beim Vorstandsmitglied natürlich nicht gut an. "Das ist doch bescheuert", schimpfte Urbanczyk. Kurios: Das Ding ging hinter dem Erkenschwicker Tor hoch, wo jedoch überhaupt keine Personen standen und so grübelten alle ziemlich ratlos, wie die Pyrotechnik dort hingekommen und losgegangen war. Da dem gastgebenden Verein also keine Mitschuld nachgewiesen konnte, verzichtete Schiedsrichter Sören Passon auf einen Sonderbericht und ließ das Spiel nach kurzer Pause weitergehen.

Eine längere Pause wird Daniel Rios einlegen. "Ich habe ja schon lange gesagt, dass ich in Eving wegen der Strukturen dort nicht weitermachen werde", berichtete der 32-Jährige und blickte nach vorn. "Ich bin ja noch nicht so lange Trainer und werde mich im nächsten Jahr weiterbilden und meinen Schein machen." Das will er mit einer Hospitanz, einem Praktikum oder auch einem Job als Co-Trainer kombinieren und dafür seine Kontakte spielen lassen. "Und zur Saison 2013/14 übernehme ich dann wahrscheinlich auch wieder eine Mannschaft."

Das famose Offensiv-Duo Westerhoff/Oerterer wird dem ESV erhalten bleiben - wenn nicht noch etwas ganz unvorhergesehenes passiert. "Wenn jetzt ein Zweit- oder Drittligist anruft, dann muss ich mir das noch mal überlegen", meinte Stefan Oerterer halb im Scherz. Und im Ernst sagte der Top-Torjäger der Westfalenliga 2: "Nur weil ich woanders 100 Euro mehr bekomme, gehe ich nicht zu einem anderen Oberligisten. Ich fühle mich wohl hier und auf das Geld kommt es mir nicht an."

Ähnlich sieht es bei Sebastian Westerhoff aus. "Auch ich habe meine Zusage für die neue Saison gegeben", erklärte "Wester" und schob nach: "Es gab eine lose Anfrage, ein konkretes Angebot von einem anderen Verein hatte ich jedoch gar nicht."
Elmar Redemann

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