War nach den Spiel unzufrieden: Nils Eisen.Drei ganz wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg sicherte sich der FC Brünninghausen gegen die zuletzt acht Mal in Folge siegreichen Gäste aus Erkenschwick. Dank des 4:3-Heimerfolgs gegen die Spvgg. haben die Blauen aus dem Dortmunder Süden nun wieder „alles in der eigenen Hand“, wie es Trainer Frank Eigenwillig anschließend nannte.


Bei heißen Temperaturen hatte seine Elf allerdings vorher eine absolute Energieleistung abzurufen, um den designierten Vize-Meister in Schach zu halten. Doch man merkte den Dortmundern vom Anpfiff weg an, dass sie wussten, welches Stündlein geschlagen hatte. Zu ihrem eigenen Willen gesellte sich allerdings auch die Tatsache, dass die „Schwicker“ diesmal nicht ihren allerbesten Tag erwischt hatten. Ein Grund dafür könnte natürlich die Tatsache sein, dass sie schon seit zwei Spieltagen den Aufstieg sicher in der Tasche haben und daher die Zügel schleifen ließen.

Anders lassen sich die Nachlässigkeiten, die zur Führung durch FCB-Angreifer Paul Polok (38.) führte, nicht erklären. Denn nicht nur da sah die Defensive der Spielvereinigung nicht gut aus. Schon vorher hatte eben Polok die Gelegenheit seine Farben in Front zu bringen. Scheiterte allerdings im eins-gegen-eins-Duell an Keeper Christian Götz (24.). Diese und ähnliche Aktionen sorgten dafür, dass Gästecoach Magnus Niemöller anschließen von „mangelnder Basiskonzentration“ sprach.

Doch auch die Gastgeber zeichneten sich nicht durch Fokussierung aufs Wesentliche aus. Denn sowohl der Ausgleich durch Denis Batman kurz vor der Pause (45.) als auch die beiden anderen Gegentreffer zum 2:2 durch Westerhoff (62.) und zum 4:3 durch Weißfloh (90.) kamen nur dank freundlicher Mithilfe der Brünninghauser zustande. „Umso wichtiger war es, dass wir unsere Tore immer wieder zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben“, freute sich Trainer Frank Eigenwillig. Vor allem das 3:2 durch den abgefälschten Schuss von Andreas Kluy (64.) und das 4:2 von Ex-Profi Bastian Pinske (89.) fielen in diese Kategorie. Denn zum einen hätte die Partie nach dem Ausgleich durch Sebastian Westerhoff durchaus kippen können und zum anderen wäre der FCB nach dem Treffer von Weißfloh wohl kaum in der Lage gewesen, noch einmal zurückzuschlagen. So aber hat der FC Brünninghausen wieder alle Trümpfe im Abstiegskampf in der Hand.

FC Brünninghausen: Parossa – Peterson, Tempel, Harbott – Kluy, Barton, Bielmeier, Büth (80. Berning), Pinske – Boutagrat (88. Langer), Polok (70. Wazian).
Erkenschwick: Götz – Brüggenkamp (46. Ostdorf), Basile (63. Glembotzki), Eisen, Sawatzki – Kilian, Westerhoff, Menne, Batman (63. Weißfloh) – Oerterer, Setzke
Tore: 1:0, 2:1 Polok (38., 50.), 1:1 Batmann (45.), 2:2 Westerhoff (62.), 3:2 Kluy (67.), 4:2 Pinske (89.), 4:3 Weißfloh (90.).
Schiedsrichter: Tim Neubauer (Steinhagen).
Zuschauer: 250.

Stimmen zum Spiel:

Brünninghausens Kapitän Dominic Tempel sagte: „Nach dem Sieg ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Das war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Man hat deutlich gesehen, dass es für uns um deutlich mehr ging als für Erkenschwick. Dennoch muss man einen Gegner wie diesen auch erst einmal schlagen. Ein besonderes Kompliment geht an Trainer Frank Eigenwillig, der die richtigen Worte gefunden hat, uns auf diesen starken Gegner einzustellen.“

Sven Barton fand, dass der Sieg „ein wenig glücklich für uns war“. Er ärgerte sich vor allem über die mangelnde Chancenverwertung. „Wir hätten den Sack schon viel früher zu machen können. Aber was soll es, letztlich zählt nur der Sieg. Jetzt müssen wir uns noch durch die letzten beiden Spiele beißen und sehen, was am Ende dabei für uns heraus springt.“

Bastian „Buddy“ Pinske freute sich nicht nur über seinen ersten Saison-Treffer für seinen Klub, sondern vor allem über „den ganz, ganz wichtigen Sieg“, da die Spielvereinigung Olpe gleichzeitig verlor. Ich muss den Jungs ein riesen Kompliment machen. Dank dieser kämpferischen und läuferischen Top-Leistung stehen wir endlich nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Erkenschwick war zwar spielerisch überlegen, aber wir haben das in die Waagschale geworfen, was in einer Situation wie der unseren wichtig ist.“

Erkenschwicks Kapitän Nils Eisen war ziemlich angefressen, ob der vier Gegentreffer. Denn so viele hatte seine Elf in den letzten acht Partien nicht mal insgesamt kassiert: „Da will plötzlich jeder was nach vorne machen, vergisst dabei aber die Defensivarbeit. Da mangelt es dem einen oder anderen dann doch an Einstellung. Denn wir hatten uns vorher darauf verständigt, dass wir voll konzentriert in die Partie gehen, egal ob wir nun schon aufgestiegen sind oder nicht.“

Sein Nebenmann Timo Ostdorf, der erst zur zweiten Hälfte kam, da Trainer Niemöller den Jungs aus der zweiten Reihe auch Einsatzzeit gönnen wollte, meinte: „In der ersten Halbzeit war das gar nichts. Da haben wir den Brünninghausern viel zu viele Räume gelassen. Anschließend mussten wir dann auch noch ständig einem Rückstand hinterher laufen. Ich hätte gerne den neunten Sieg in Folge eingefahren, das sollte aber wohl nicht sein.“
Nils Heimann

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