stadion luettinghoff ascheplatzBescheidenheit ist eine Zier: Beim Aufsteiger YEG Hassel ist man sogar so demütig, dass der türkische Klub selbst fast eine komplette Sommervorbereitung auf Asche klaglos hinnimmt. Weil in nächster Zeit Highlights wie das Verbandspokalspiel gegen die Spielvereinigung Erkenschwick und der Auftakt in der Westfalenliga 1 warten, sind die Gelsenkirchener trotz der Umstände zufrieden.

Der Neuling startet am 16. August mit einem Heimspiel gegen Grün-Weiß Nottuln. Ernst wird es aber schon am Sonntag, wenn Oberligist Erkenschwick im „Stadion Lüttinghof“ gastiert. „Das ist ein absolutes Highlight, darauf freuen wir uns“, sagt YEGCoach Halit Hoyladi.

Der 37-Jährige hat derzeit vielleicht nur ein Problem: Weil neun neue Spieler nach Hassel gekommen sind, werden wohl ein paar seiner Aufstiegshelden vom Juni zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. „Es ist vielleicht meine anspruchsvollste Aufgabe, alle Spieler bei Laune zu halten“, sagt Hoyladi und kündigt an: „Wer aber seine persönlichen Interessen vor die der Mannschaft stellt, wird mit mir große Probleme bekommen.“
Apropos Probleme: Während der Platznachbar und Ligakonkurrent SC Hassel zum Training teils auf andere Rasenplätze ausgewichen ist, etwa am Badeweiher in Hüls, blieb YEG auf heimischem roten Geläuf. „Wir kennen diese Situation, haben sie ja noch nie anders erlebt. Auf Asche zu trainieren ist zwar nicht optimal, aber es ist nicht zu ändern“, winkt Hoyladi ab.
Profi kicker aus der Türkei
Dass Spieler wie Mesut Özkaya oder der ehemalige türkische U21-Nationalkicker Ahmet Inal, die in der Türkei Profis waren, trotzdem nach Hassel gewechselt sind, beeindruckt Hoyladi: „Das spricht für den Verein und zeigt, dass wir unseren Spielern ansonsten eine ganze Menge bieten.“

Quelle: RevierSport

Zum Seitenanfang