bassile niemoellerDas war deutlich und in der Form sicher im Vorfeld nicht zu erwarten. Nach einer einseitigen Partie schickte die Spvgg Erkenschwick den Gast aus Rheine mit 4:0 nach Hause. Am Ende war der Tabellenvierte aus dem nördlichen Münsterland mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient, denn die Heimelf vergab einige weitere Hochkaräter.

Wenn zwei akribische Strategen wie Erkenschwicks Trainer Magnus Niemöller und sein Gegenüber Uwe Laurenz eine Strategie entwickeln, um den Gegner zu knacken, sind sie natürlich darauf angewiesen, dass ihre Mannen diese Strategien auch verinnerlichen und anschließend auf dem Feld umsetzen. Doch da hatte Uwe Laurenz in Erkenschwick die Rechnung ohne den Wirt, sprich sein Team, gemacht. „Wir haben hier – vor allem nach der Pause - nicht ansatzweise das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, analysierte Laurenz.

. .

Denn die von ihm prophezeite Erkenschwicker Aggressivität war von der ersten Sekunde an spürbar – doch die Rheiner schafften es nie richtig dagegen zu halten. „Vielleicht gab es nach zuletzt sehr guten Auftritten zu viel Lobhudelei von außen“, vermutete der Coach wohl, dass seine Elf die Illusion hatte, die Erfolgsserie gehe ohne größere Anstrengungen so weiter wie bisher. Weitgefehlt. Denn die Schwicker hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Von Beginn an setzten sie die vom Trainer geforderte „defensive Grundausrichtung“ (O-Ton Niemöller) perfekt um. Sie überließen dem Gegner weitestgehend das Spiel und lauerten selbst auf Konter.

Die frühe Führung durch einen abgefälschten Batman-Schuss (6.) spielte der Heimelf natürlich genau in die Karten. Richtig Früchte trug Niemöllers Taktik allerdings erst nach dem Seitenwechsel. Da hatte die Eintracht nämlich ihre beste Phase. Und genau in die hinein sorgte Stefan Oerterer eben nach einem Konter für die Vorentscheidung. Die beiden weiteren Treffer von Davide Basile (83.) und noch einmal Oerterer mit einem Foulelfmeter (87.) waren nur für die Statistik. „Dieser Sieg gegen die bis dahin beste Auswärtsmannschaft fühlt sich sehr gut an“, genoss Niemöller den Erfolg sichtlich.

Von Nils Heimann / RevierSport

Zum Seitenanfang