Trainer Klaus BergeDarf die Spvgg. Erkenschwick als seine „alte Liebe“ bezeichnet werden, fragt RevierSport. „Durchaus“, antwortet Klaus Berge und hebt zu einer kleinen Lobhudelei an.


„In Erkenschwick habe ich mir meine ersten Meriten als Trainer verdient. Der Verein ist einfach nicht kaputt zu kriegen. Es ist ein klasse Klub, der auch dank der Fans, die immer da sind, viele Rückschläge verkraftet hat und nun mit einer tollen Truppe wieder neue Euphorie erlebt“, spannt der 50-Jährige den Bogen von der eigenen Vergangenheit am Stimberg in die Gegenwart.

Am Sonntag empfängt Berges aktueller Arbeitgeber Wanne-Eickel also den Traditionsklub – und noch mehr als über die Spvgg. weiß der ehemalige Schalke-Profi natürlich über den DSC zu sagen. „Es gibt da so eine Mannschaft, die hat 70 Prozent der Spiele unentschieden gespielt und hat, wie ich glaube, das letzte Spiel im Februar 2006 gewonnen“, unkt der Coach, um dann jedoch schnell wieder ernst zu werden: „Wir sind natürlich nicht ganz zufrieden bisher. Bei den sieben Remis war keines dabei, wo wir uns über einen Punkt freuen mussten, vier Mal haben wir uns geärgert, dass es nicht drei Punkte waren.“ 19 geschossene Tore findet der Fußballlehrer gar nicht so schlecht („Aber oft setzen wir den entscheidenden Punch nicht“) und verweist bei erst zwei Siegen (Minuswert der Liga!) auf die andere Seite der Bilanz: Schließlich gingen die Gelb-Schwarzen auch nur in Eving als Verlierer vom Platz.

Mut macht ihm zudem der Nachwuchs: „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln“, sagt Berge und lobt die drei 19-Jährigen Marvin Schulz, Ismail Viran und Tim Franken ausdrücklich. Das allein wird den Gegenwind, der ihm zur Zeit aus dem Lager der DSC-Fans entgegen bläst (am Samstag wird es ein Fantreffen geben), zwar kaum abschwächen – aber vielleicht könnte es ein Sieg im Schlagerspiel des 12. Spieltags.

Elmar Redemann/ RevierSport

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