niemoeller mross„Für uns ist in dieser Saison alles möglich“, jubelte Stefan Mross nach dem 7. Sieg in Serie für seine SpVgg Erkenschwick. Der Co-Trainer vertrat den verhinderten Magnus Niemöller nach dem 2:0 (1:0) gegen den SV Zweckel auf der anschließenden Pressekonferenz und musste sich selbst bremsen. Denn „alles“ ist für die Himmelsstürmer aus Erkenschwick leider nicht mehr drin. Aber seit dem Verzicht auf die Beantragung der Regionalligalizenz läuft es für die Stimberg-Truppe wie geschnitten Brot. Wohl nie in den vergangenen Jahren war man sportlich so nah dran am Aufstieg wie in dieser Jubiläumssaison. „Die Jungs sind heiß auf Siege. Wir werden jetzt bis zum Schluss in jedem Spiel aufs Ganze gehen, um so gut wie möglich abzuschneiden“, erklärte Mross.                        

Gegen den Tabellenletzten SV Zweckel musste das die Niemöller-Truppe nicht. Obwohl es nicht so richtig rund war, siegte die Elf durch Tore von Mirko Eisen (26.) und Geburtstagskind Arda Nebi (70.) ungefährdet gegen das zu harmlose Kellerkind aus Dorsten. „Das ist zu wenig, wenn man in der Oberliga bestehen will“, wusste auch Zweckels Coach Günter Appelt. „Nach den Siegen von Paderborn und Stadtlohn geht es wohl für uns nur noch darum, uns so teuer wie möglich zu verkaufen.“

Eigentlich sorgte seine Truppe nur einmal in der 90 Minuten für Aufregung, als Onur Özbicerler nach der Gelb-Roten Karte von Muhamed Demir wegen wiederholten Foulspiels eine Tätlichkeit beging und Glück hatte, dass er nicht auch vom Platz flog (64.) „Das ist völlig hirnrissig“, entschuldigte sich Appelt. „So etwas gehört nicht auf dem Sportplatz.“

von Stefan Bunse / RevierSport

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