allali zouhair 3Sportlich ist die Geschichte über das Spiel zwischen Erkenschwick und Marl-Hüls schnell erzählt. Denn die beiden Treffer durch Dennis Weßendorf zum 1:0 und der Ausgleich durch Dario Gedenk fielen innerhalb von nur 60 Sekunden in der 21. und 22. Spielminute. Damit ist, wie erwähnt, beinahe alles gesagt zum Spiel, das zwei junge Teams auf Augenhöhe gesehen hatte. Beide mit großem Entwicklungspotenzial.

 

Richtig interessant wurde es dann aber bei der anschließenden Pressekonferenz. Wie üblich auf dem Stimberg durfte zuerst der Gästecoach, in dem Fall Michael Schrank, sein Fazit abgeben. Er lobte den Gegner, fand, dass Erkenschwick in der ersten Halbzeit besser gewesen sei und da dort auch den einen oder anderen Treffer mehr hätte erzielen können. Nach der Pause sei es dann umgekehrt gewesen.. .

Daher war er auch nicht ganz glücklich mit der Punkteteilung. Die Analyse war sachlich richtig und knackig auf den Punkt gebracht. Das fand auch sein Erkenschwicker Pendant, Zouhair Allali. Der hatte zum Spiel auch nichts mehr hinzuzufügen, lieferte dann aber ein emotionales und leidenschaftliches Statement zu beiden Teams ab, das man so auf diesem Niveau nur sehr, sehr selten zu hören bekommt - und für das er reichlich Applaus erntete. „Ich bin froh, dass ich bei diesem Spiel zweier ganz junger Mannschaften, die ganz viel Entwicklungspotenzial haben, dabei sein durfte.“

Damit spielte er zum einen auf den Gegner an, der in diesem Jahr alleine acht A-Junioren in den Kader der Ersten Mannschaft aufgenommen hat; vor allem aber auf sein eigenes, komplett neues und ebenfalls blutjunges Team. Denn aus dem vergangenen Jahr sind mit Sawatzki und Keeper Oberwahrenbrock nur noch zwei Akteure dabei.

Sage und schreibe 23 Neue holte die Spielvereinigung zum Stimberg. „Und mit solch einer Mannschaft muss man Geduld haben. Die Jungs dürfen, sollen und müssen Fehler machen. Denn nur durch Fehler und der Arbeit daran kann man sich verbessern“, betonte Allali. „Ich habe jetzt zwei Spiele erlebt und habe dabei ganz viel Spaß bei meinen Jungs gesehen.“ Eine tolle Lobeshymne. Nicht zuletzt auch auf den neuen Weg, den die beiden Vereine in diesem Jahr eingeschlagen haben.

Quelle: Nils Heimann / Reviersport

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