team spvgg 2016Am achten Spieltag der Oberliga Westfalen empfängt Westfalia Rhynern am Sonntag die SpVgg Erkenschwick. Zu Saisonbeginn hätte man zwischen den beiden ambitionierten Oberligateams nach der letzten Saison sicherlich von einem Topspiel gesprochen, da der SV Westfalia Rhynern in den vergangenen Jahren immer bis zum Saisonende im Aufstiegsrennen vertreten war. Besonders vor zwei Jahren wurde der Regionalliga-Aufstieg mit Platz drei am Ende nur knapp verpasst. Das Gleiche gilt jedoch auch für die SpVgg Erkenschwick. Nach dem starken zweiten Tabellenplatz hatte man sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison den Aufstieg vor der TSG Sprockhövel gesichert, allerdings verzichtete der Klub auf den Aufstieg und stellte keinen Antrag auf die Regionalliga-Lizenz.

In diesem Jahr geht die SpVgg aber eher nicht als einer der Favoriten in die Liga, da in der Mannschaft ein großer Umbruch stattgefunden hat. Zudem tritt Zouhair Allali seit dieser Saison als neuer Coach das schwere Erbe von Erfolgstrainer Magnus Niemöller an der Seitenlinie an, der nach fünf Jahren seinen Vertrag nicht verlängerte.

Nun treffen beide Teams am Sonntag um 15 Uhr in der Sportanlage Papenloh in Hamm aufeinander, allerdings unter anderen Vorzeichen als in den letzten Jahren. Der Tabellensiebzehnte Erkenschwick (nur fünf Punkte aus sieben Spielen) tritt beim SV Westfalia Rhynern an, der mit neun Punkten und Tabellenplatz zehn auch deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt.

Mannschaftsleistung als Erfolgsrezept

Trotz des recht schwachen Saisonstarts beider Mannschaften freuen sich beide Trainer auf eine spannende und interessante Begegnung. "Für uns ist jedes Spiel sehr schwer, am Sonntag wird Rhynern sicherlich als Favorit in die Partie gehen. Wir stellen uns der schweren Aufgabe und haben schon am Sonntag beim 1:2 gegen Lippstadt gezeigt, dass wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit den Großen der Liga mithalten können. Rhynern ging als einer der Topfavoriten in die Saison und steht bisher hinter den Erwartungen. Für uns zählt im kommenden Spiel nur, dass wir etwas Zählbares mitnehmen und uns in Zukunft aus dem Tabellenkeller entfernen", sagt Erkenschwick-Coach Zouhair Allali in Hinblick auf die schwierige Auswärtsaufgabe.

“ Erkenschwick hat eine stark umstrukturierte junge Mannschaft. Da ist alles möglich. Martin Schiffer”

Martin Schiffer, sportlicher Leiter des SV Westfalia Rhynern, ist mit der sportlichen Situation seiner Mannschaft momentan natürlich ebenfalls eher unzufrieden: "Wir sind nicht so gestartet, wie wir uns das vorgestellt haben. Nachdem wir auch im letzten Jahr schwach begonnen haben, starteten wir nach Platz 16 im November einen Lauf und konnten die Saison mit einem guten fünften Platz beenden. Der kommende Gegner ist nicht leicht. Erkenschwick hat eine stark umstrukturierte junge Mannschaft. Da ist alles möglich. Wir sind durchaus gewarnt und uns der jetzigen Situation bewusst. Wir wollen am Sonntag unbedingt gewinnen und müssen im Spiel und im Training weiter Gas geben, damit wir schnellstmöglich wieder ins Laufen kommen", analysiert Schiffer, der gerne wieder oben angreifen möchte.

von Fabian Kleintges-Topoll / Reviersport

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