allali zouhair 3Die Überraschung ist ausgeblieben: Trotz anfänglich gutem Spiel unterlag Oberligist SpVgg Erkenschwick im Westfalenpokal dem Drittligisten SC Preußen Münster deutlich mit 0:7 (0:2). Dabei hatte es im Zweitrunden-Duell der beiden Krisen-Clubs – beide belegen in ihren Ligen derzeit jeweils nur den vorletzten Rang – zunächst gut ausgesehen für den Underdog. Das Team von Trainer Zouhair Allali präsentierte sich von Beginn an so, wie es sich die 39 mitgereisten Erkenschwicker Fans wohl gewünscht hatten: aggressiv und mutig.

Zwar waren es zunächst die Gastgeber, die im Preußenstadion Torgefahr entfachten – Tobias Warschewski, von Interimstrainer Cihan Tasdelen bei dessen Debüt an der Linie überraschend in die Startformation beordert, schoss aus acht Metern freistehend über das Tor (6.). Doch danach kam Erkenschwick immer besser ins Spiel. Mutete die Chance für Ivan Benkovic – der SpVgg-Angreifer scheiterte aus sieben Metern halblinks an SCP-Keeper Maximilian Schulze Niehues – noch etwas überraschend an, war die nächste Gelegenheit schon eher der guten taktischen Einstellung Erkenschwicks geschuldet. Nach gutem Pass in die Tiefe tauchte Eugene Ofosu-Ayeh alleine vor dem gegnerischen Kasten auf, blieb gegen Schulze Niehues jedoch nur zweiter Sieger (18.)

Nach starkem Beginn brechen alle Dämme

Ausgerechnet in einer Phase, in der bei den ob der derzeitigen sportlichen Krise deutlich sichtbar verunsicherten Preußen überhaupt nichts ging, fiel die Führung für den Drittligisten. Nach einem Eckball von links durch Sinan Tekerci stieg der aufgerückte Innenverteidiger Sebastian Mai am höchsten und nickte aus wenigen Metern ein zum 1:0 (34.). Obwohl die Preußen sich auch in der Folge offensiv zumeist uninspiriert zeigten, sorgten sie noch vor der Pause für die Vorentscheidung: Nach Flanke von Mehmet Kara köpfte Warschewski aus kurzer Distanz ein (44.).

In Hälfte zwei war der Widerstand des Oberligisten dann relativ schnell gebrochen, Warschewskis zweiter Treffer (58.) beerdigte sämtliche restliche Pokalsensations-Hoffnungen der Spielvereinigung. Die kam nun überhaupt nicht mehr vor des Gegners Kasten und musste defensiv deutlich Federn lassen. Mai erhöhte für die Preußen (65.). Danach verhinderte SpVgg-Keeper Tim Oberwahrenbrock  im Kasten der Erkenschwicker mehrmals Schlimmeres – zunächst. Doch in der Folge brachen schließlich alle Dämme, wieder Warschewski (79.) und die eingewechselten Lennart Stoll (80.) und Edisson Jordanov (85.) erhöhten für die nun spielfreudigen Hausherren. Erkenschwicks Keeper, mit Abstand bester Mann seines Teams, konnte immerhin noch einen Elfmeter von Sandrino Braun parieren (78.).

Während sich die SpVgg Erkenschwick nun voll und ganz auf den Abstiegskampf in der Oberliga konzentrieren kann, treffen die Preußen in der nächsten Pokalrunde auf Oberligist SuS Neuenkirchen, der sich mit 5:0 (3:0) gegen Bezirksligist SV Wanne 11 durchsetzte.

Quelle: Julian Bischoff / Reviersport

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