schnorrenberg florian2Vor der Reise an den Erkenschwicker Stimberg befällt Florian Schnorrenberg schon ein wenig Wehmut. Der Trainer des TuS Erndtebrück blickt auf den Gastgeber am Sonntag - und weiß, dass die traditionsreiche Spielvereinigung über Jahre hinweg eine der Top-Adressen in dieser Liga war. Zwei Mal haben die Mannen aus dem Vest aus finanziellen Gründen schweren Herzens auf den Regionalliga-Aufstieg verzichtet und in dieser Saison müht man sich, um aus der Abstiegsregion heraus zu kommen.

„Das macht die Mannschaft so schwer auszurechnen“, bringt der Coach der Wittgensteiner für diese Bemühungen viel Respekt auf, weiß er, dass die Mannschaft die Zweikämpfe sucht. Auf dem Kunstrasenplatz neben dem gesperrten Rasen des Stimbergstadions knöpften die Erkenschwicker zuletzt dem SuS Neuenkirchen kurz vor Schluss noch einen Punkt ab. Zudem gewannen sie auswärts in Ennepetal. „Und das sind genau die Teams, gegen die wir verloren haben...“, weist Florian Schnorrenberg auf eine gewisse Problematik hin. „Das benötigen wir also die richtige Einstellung.“

Probleme aber hat der TuS in dieser Phase der Saison augenscheinlich eher nicht. Souverän in den voraus gegangenen Heimspielen gegen Roland, Rheine und Hassel, erfolgreich auch beim Tabellenführer Marl-Hüls - da stimmt also die Richtung. Die Position im punktgleichen Spitzentrio verdeutlicht das.

Das Lazarett lichtet sich

Zudem lichtet sich das „Lazarett“ - zumindest langsam. Zwar sind die etatmäßigen Außenverteidiger Fatih Tuysuz und Leonardo Ribeiro weiterhin im „Wartestand“, werden wohl vor der Winterpause nicht wieder zum Einsatz kommen, doch zeichnet sich bei Mirhad Mehanovic Licht im Tunnel ab. Der Abwehrspieler steht auf jeden Fall wieder im Kader. Ins Training eingesteigen ist auch Nermin Ibrahimovic - er ist allerdings noch keine Option für die Partie in Erkenschwick.

Bei der Spielvereinigung rechnet Florian Schnorrenberg auch wieder mit dem Einsatz seines Trainerkollegen Zouhair Allali, der sich in den vergangenen Wochen mit der Rückennummer 13 selbst ins Rennen geschickt hatte. Das zeigt schon, dass dort nach dem totalen Umbruch vor dieser Saison die Leistungsdichte nicht mehr mit der der Vorjahre zu vergleichen ist.

Der TuS und sein Trainer blicken daher auch schon ein wenig über diesen Sonntag hinaus auf die anstehende Woche. „Aus diesen Tagen können wir einiges machen“, so Schnorrenberg, bezieht er sowohl den Auftritt am Stimberg als auch den Pokalausflug am kommenden Mittwoch noch Bad Berleburg und das am übernächsten Sonntag anstehende letzte Oberliga-Punktspiel am heimischen Pulverwald gegen den FC Güterlsoh in die Überlegungen ein.

Quelle: Reviersport

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