allali zouhair 43:1 hieß es erwartungsgemäß beim Gastspiel der Hammer Spielvereinigung beim Tabellenschlusslicht Erkenschwick. Doch so klar, wie es das Ergebnis widerspiegelt, war es dann doch nicht. Vor allem die wohl spielentscheidende Szene vor dem 1:2 erhitzte die Gemüter - und sorgte auch anschließend noch für reichlich Gesprächsbedarf. „Das war ein ganz klares Foul“, betonte Erkenschwicks Dennis Weßendorf, der in der 69. Minute an der Seitenauslinie von Dalibor Gataric abgeräumt worden war.

Das sahen wohl die meisten so. Der insgesamt schwache Schiedsrichter Stefan Tendyck gab allerdings keinen Freistoß und unterbrach die Partie auch nicht, obwohl Weßendorf angeschlagen liegen blieb. Wohl weil der Referee glaubte, dass Weßendorf außerhalb des Spielfeldes gelegen hatte. „Ich habe mehrfach gerufen, dass die Hammer den Ball ins Aus spielen sollen“, ärgerte sich ESV-Trainer Zouhair Allali anschließend zudem, dass die Gäste einfach weiter spielten und sich nicht an ein „ungeschriebenes Gesetz gehalten haben“. Ein schwerer Schlag für den ESV, denn jeder wisse, so Allali weiter, dass der ESV aktuell viel mit sich selber zu tun habe. „Und wenn dann noch solche Dinge von außen dazu kommen, wird es für uns ganz schwer“, legte er noch einmal nach.

Sein Gegenüber, Sven Hozjak – so hatte man den Eindruck - brachte daher auch ein schlechtes Gewissen mit zur Pressekonferenz. „Die Situation vor unserem 2:1 war sicher nicht glücklich, aber auch von uns so nicht gewollt“, versuchte er ein bisschen den Druck rauszunehmen.  Alles nur an dieser einen Szene festzumachen, wäre natürlich zu einfach und würde dem Kräfteverhältnis auch nicht gerecht werden. Denn insgesamt stellten die Gäste das bessere und reifere Team. Sowohl taktisch als auch technisch haben die Hammer deutlich mehr Möglichkeiten als die vor der Saison komplett neuformierten Erkenschwicker. Daher sprach HSV-Kapitän Felix Fuchs auch davon, dass sein Team eindeutig die „dominante Mannschaft“ gewesen sei und das es daher „aus meiner Sicht ein verdienter Sieg gewesen ist“.

Von Nils Heimann / Reviersport

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