allali zouhair 7Die Spielvereinigung kann in der Oberliga doch noch gewinnen. Wie bereits in der Hinrunde schlugen die Erkenschwicker Eintracht Rheine. Das Allali-Team siegte diesmal mit 3:1. Dabei sah der SpVgg-Linienchef den ersten Heimsieg seiner Mannschaft in dieser Saison. Nach zuletzt acht sieglosen Spielen in Folge konnten die Erkenschwicker den Bock endlich umstoßen und ein verdientes 3:1 (2:1) einfahren. Trotz der drei Punkte behält die Mannschaft von Zouhair Allali zwar die rote Laterne der Oberliga Westfalen, konnte jedoch mit SuS Stadtlohn punktetechnisch gleichziehen.

Die Geschichte des Spiels ist dabei schnell erzählt. Bereits nach 14 Minuten ging die SpVgg Erkenschwick durch Semih Demiroglu nicht unverdient in Führung. Beflügelt durch dieses Tor erspielten sich die Hausherren Chance um Chance und konnten durch Ivan Benkovic schnell nachlegen (29.). Die Gäste aus Rheine wehrten sich nach Kräften, blieben bei ihren Angriffsbemühungen aber über weite Strecken relativ glücklos oder scheiterten an der hervorragend eingestellten Erkenschwicker Defensive. Bezeichnet war dann auch der etwas überraschende Anschlusstreffer von Philipp Garmann  (42.). Der eigentlich als Flanke gedachte Schuss setzte sich über den verdutzten SpVgg-Keeper Marvin Kröger hinweg ins Netz zum 1:2 aus Rheiner Sicht.

Nach der Pause sollte sich den rund 50 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz am Stimberg ein ähnliches Szenario bieten. Während Erkenschwick weiterhin mit Herz und Moral aufspielte, fehlte bis zur 86. Minute nur der Deckel auf dem Spiel. Durch eine strittige Szene erzielte Ismail Viran schließlich das Entscheidungstor. Eine vermeintliche Abseitsstellung wurde durch einen Rheiner Rückpass aufgehoben. Der Linienrichter hatte die Fahne gehoben, wurde aber von seinem Schiedsrichterkollegen Christopher Schütter überstimmt, der den Treffer gelten ließ.

Allali lobt den Schiedsrichter - Laurenz den Gegner

Nach Abpfiff war Erkenschwick-Trainer Zouhair Allali deshalb überglücklich: „Wir freuen uns natürlich über unseren ersten Heimsieg. Wir wussten im Vorfeld, dass es schwer wird gegen Rheine. Ich habe immer gesagt, es wird die Mannschaft gewinnen, die mehr Herz zeigt. Dafür musste jeder meiner Spieler bis an die eigene Grenze gehen. Natürlich hatten wir auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite, das uns vielleicht in den letzten Wochen etwas gefehlt hat.“

Die strittige Szene zum 3:1 konnte der Übungsleiter nicht richtig bewerten: „Beim Tor dachte ich auch zuerst, dass es eine Abseitsstellung war. Ich habe deshalb den Schiedsrichter nach dem Spiel noch einmal gefragt, und er hat mir erklärt, warum es aus seiner Sicht ein reguläres Tor ist. Wenn dem so ist, dann kann ich nur ein Riesenkompliment aussprechen.“

Sein Gegenüber, Rheine-Coach Uwe Laurenz, verteilte nach dem Abpfiff artig Glückwünsche an Erkenschwick: „Wir haben ein turbulentes Spiel miterlebt. Wir wollten nach der Niederlage in der Hinrunde diesen Fehler eigentlich korrigieren und diesmal als Sieger den Platz verlassen. Dies ist uns leider nicht gelungen. Deshalb Komplimente an den Gegner. Der Sieg für Erkenschwick geht schon in Ordnung. Vielleicht nicht in dieser Höhe. Aber man hat gesehen, dass sie eine große Präsenz und Bissigkeit an den Tag gelegt haben.“

Die heißdiskutierte Szene sah Laurenz dagegen nicht wie der Referee: „Für mich war es - wie es der Linienrichter auch gesehen hat - eine klare Abseitsstellung. Ich fand die Schiedsrichter insgesamt sehr unsicher, auch mit den gelben Karten, die recht willkürlich verteilt wurden. Unter dem Strich beraubt uns dieser Treffer natürlich um eine gute Schlussphase. Das soll aber nicht als Entschuldigung für diese Niederlage herhalten.“

von Robert Bauguitte / Reviersport

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