allali zouhair 4Am Sonntag muss die Spvgg. Erkenschwick als Schlusslicht der Oberliga Westfalen im Derby beim Tabellendritten TSV Marl-Hüls ran. Ein Duell der Gegensätze. Draußen fröstelt es noch mächtig, in Erkenschwick allerdings brennt der Baum. Als Schlusslicht der Oberliga Westfalen können die „Schwicker“ dem Rückrundenstart alles andere als gelassen entgegenblicken. Auch die Marler wollen unbedingt punkten, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Die Erkenschwick-Elf um Trainer Zouhair Allali erwartet zum Wiederbeginn dementsprechend ein schwieriges Gastspiel. „Wir wissen um deren Stärke“, bestätigt Allali. 

Winter-Vorbereitung schöpft neue Hoffnung

Die Vorbereitung während der Winterpause jedoch dürfte der Allali-Elf Kraft gegeben haben: acht Testspiele, davon sieben Siege. Wäre da nur nicht die aktuelle 0:2-Niederlage beim FC Kray, dem Tabellenvorletzten der Oberliga Niederrhein, gewesen. Doch laut Allali täuscht der Blick auf die Tabelle und die Position der Essener: „Kray ist nach der Winterpause eine komplett andere Mannschaft. Durch die Transfers und auch die teaminterne Stabilität werden sie die Abstiegsränge zügig verlassen, da bin ich mir sicher. Sie sind ein ganz anderer Maßstab. Weiterhin geben uns die sieben Siege aus acht Spielen wieder etwas Selbstvertrauen“, erklärt Allali.

  . Auf die Frage, ob die Mannschaft möglichen Druck verspüre, entgegnete der Coach, dass weder seitens des Trainerstabs noch von Seiten der Vereinsführung Druck auf die Mannschaft aufgebaut werde. „Wir haben nur den Druck, den wir uns selber geben." Immerhin war im Sommer nicht mal klar, ob Erkenschwick eine Oberliga-Mannschaft stellen kann. Allali: „Das haben wir mehr als erfolgreich gemeistert. Was jetzt noch kommt, ist Bonus."

Den Gegner aus Marl weiß der gebürtige Marokkaner genau einzuschätzen: „Der TSV startet mit neuen Vorzeichen. Diese Mannschaft zeichnet sich durch eine tolle Mischung und viele junge Spieler aus.“ Auch seien Parallelen seiner „Schwicker“ zum TSV zu erkennen, nur besäße die Allali-Elf nicht diese „derartige Achse“ wie die Blau-Weißen.

Am 16. Spieltag hat der TSV bereits sein Heimspiel gegen den ASC 09 Dortmund, ebenfalls Kellerkind, mit 2:3 verloren. Vielversprechende Aussichten für die Spvgg? Der Master-Plan für die Begegnung am Sonntag jedenfalls stehe. Man wolle primär die eigenen Möglichkeiten ausschöpfen. Allali: „Wir haben den TSV ausreichend studiert und nun überwiegt einfach die Freude auf ein tolles Derby."

Dabei helfen soll Neuzugang Ozan Yilmaz. Allali weiß: „Ozan wird im Derby am Sonntag natürlich eine Rolle spielen, dafür ist er geholt worden. Er soll die Mannschaft in den nächsten Jahren leiten und ihr durch seine Erfahrung Stabilität verleiten.“

von Lukas Draeger / Reviersport

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