allali zouhair 3Im Westfalenliga 2-Topspiele setzte sich der Holzwickeder SC mit 2:1 (0:1) gegen SpVgg Erkenschwick durch. Torjäger Nico Berghorst narrte die Verteidigung gleich zweimal.

Die 220 zahlenden Zuschauer im Stimberg-Stadion sahen ein hochklassiges Westfalenliga-Spiel, das über weite Strecken ein offener Schlagabtausch war. „Es war eine enge Partie, die immer auf Messersschneide war“, resümierte HSC-Trainer Axel Schmeing. Die Gäste begannen schwungvoll, doch gerieten mitten in ihrer Sturm und Drangphase in Rückstand. Schmeing: "Wer so dämlich im Strafraum hingeht, muss einen Elfmeter gegen sich gepfiffen bekommen."

Kapitän Dennis Schultze-Adler legte Erkenschwicks Mohamed Bamba im Sechzehner. Ridvan Avci verwandelte den Elfmeter (17.).

„Direkt nach der Führung müssen wir durch Thomas Hildwein, der es klasse gemacht hat, den zweiten Treffer nachlegen“, haderte Erkenschwicks Zouhair Allali: „Ein klasse Reflex mit dem Fuß vom Keeper." In der zweiten Hälfte überließ der Oberliga-Absteiger den Gästen das Feld. „Wir haben das Zepter aus der Hand gegeben und haben in der Folge das Glück überstrapaziert“, betonte Allali. Die Holzwickeder haben darauf spekuliert, dass den Gastgebern „die Kräfte verloren“ gehen, gewährte Schmeing einen Einblick in den Matchplan: „Doch durch viel Willen und eine starke Kraftleistung konnten sie die Partie wieder eng gestalten.“

Dennoch mussten die Erkenschwicker gleich zwei fast identische Tore nach krassen Abwehrpatzern hinnehmen. Allali: „Sowohl das 1:1 als auch das 1:2 haben wir selbst verschuldet.“ Beim ersten Gegentreffer war Dennis Konarski zu weit weg vom Gegenspieler, beim Zweiten habe man den Gegner eingeladen. „Wir hätten den Ball wie in den Aktionen davor, einfach wegkloppen müssen“, ärgerte sich der Erkenschwicker Coach.

Der Mann des Tages war Nico Berghorst, der mit seinem Treffern (63., 90.) den HSC auf die Siegerstraße brachte. Der Neuzugang von Westfalia Rhynern erzielte seine Treffer Nummer vier und fünf in der laufenden Westfalenliga-Saison. „Für einen 19-Jährigen ist er nicht so schlecht“, konnte sich Axel Schmeing das Grinsen nicht verkneifen, denn er weiß, was für einen Knaller er für den Sturm geholt hat. Bei beiden Treffern überlief der lange Schlaks mühelos die Verteidigung und schob eiskalt ein.

Durch den vierten Sieg im vierten Spiel stehen die Holzwickeder ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Doch der HSC-Trainer lässt sich Versprechungen und Angriffsparolen entlocken. „Ich sehe uns nicht als Top-Favoriten auf den Aufstieg. Es spielen fünf, sechs Teams ganz oben mit." Dennoch muss sich der Vizemeister der Vorsaison mit der Rolle als Gejagter vorerst arrangieren.

von Arthur Makiela / Reviersport

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