sawatzki19Drei Siege in vier Spielen. Mit dieser Leistung kann sich die Spvgg. Erkenschwick sehen lassen. Gegen den SV Brackel soll der nächste Sieg her (Sonntag/15 Uhr). "Der Start verlief für uns natürlich sehr positiv. Mit den neun Punkten sind wir sehr zufrieden", freut sich Erkenschwicks Trainer, Zouhair Allali, der aber auch weiß, dass die Spiele eine andere Wendung hätten nehmen können. "Wir hätten auch jedes dieser Spiele verlieren können", verweist Allali damit auf die knappen Ergebnisse gegen Hordel und Neheim (jeweils 1:0).

 

 

“ "Wir wollten einige Spieler gern behalten, aber wenn sie abhauen, kann ich es auch nicht ändern." Zouhair Allali (Spvgg. Erkenschwick)”

Nach dem deutlichen Abstieg aus der Oberliga Westfalen gab es auch bei der Spielvereinigung einen großen Umbruch. Viele Leistungsträger und Wunschspieler haben den Verein verlassen, weil sie höherklassig spielen wollen. Allali hat das nicht wirklich gefallen. "Wir wollten einige Spieler gern behalten, aber wenn sie abhauen kann ich es auch nicht ändern", sagt der 35-Jährige.

Mit seinem aktuellen Kader ist er aber zufrieden. So hat man den richtigen Mix aus erfahrenen und jungen Spielern gefunden. "Wir haben in dieser Saison acht A-Jugendliche im erweiterten Kader, die auch schon ihre Klasse bewiesen haben", erklärt der Trainer und verweist damit unter anderem auf Thomas Hildwein, der beim Sieg gegen die SG Finnentrop/Bamenohl (4:2) doppelt traf.

Klar ist aber auch, dass die Spvgg. Erkenschwick ihre Ansprüche zurückschrauben musste. "Dadurch, dass wir viele Hoffnungsträger verloren haben, wollen wir schauen, dass wir die Klasse halten. Gegen den Abstieg spielen - das ist unsere Aufgabe", sagt Allali. Er ist sich sicher, dass er mit seiner Mannschaft zumindest im oberen Tabellendrittel spielen würde, wenn Spieler wie Ivan Benkovic oder Semih Demiroglu noch da wären. "Wir waren bereits eine Einheit und hatten uns gefunden. Jetzt müssen wir quasi wieder bei Null anfangen", trauert der Deutschmarokkaner seinem alten Spielerstamm nach.

Das Saisonziel wurde zwar niedrig gesteckt, aber die bisherige Leistung spricht für mehr. Der Blick jedenfalls, soll weiterhin nach vorne gehen. Am Sonntag tritt die Spvgg. Erkenschwick beim Tabellenachten, SV Brackel an. "Wir werden in das Spiel reingehen als würden wir gegen den stärksten Gegner spielen", lautet Allalis Ansage.

Von Simon Röse / Reviersport

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