lewejohann rene 5Zwei Spiele, zwei Siege. Die Spielvereinigung Erkenschwick wahrt ihre weiße Weste in der Westfalenliga. Das Kollektiv steht über allem.

„Jeder von uns hat den Anspruch und auch das Anrecht, unter den ersten Elf zu stehen“, erklärt Erkenschwicks Trainer Rene Lewejohann. Beim 2:1-Sieg über YEG Hassel schenkte der Trainer mit Sascha Drepper und Skandar Soltane zwei 19-Jährigen das Vertrauen – die es ihm prompt zurückzahlten. Drepper erzielte das zwischenzeitliche 2:0 für die Erkenschwicker nach einem Konter eiskalt.

Nach zwei Spielen haben die „Schwicker“ sechs Zähler auf dem Konto. Am ersten Spieltag gelang beim FC Iserlohn ein 3:1-Auswärtserfolg, am zweiten Spieltag legte die Spielvereinigung gegen Hassel nach. „Das ist natürlich ein richtig guter Saisonstart. Gegen so einen spielstarken Gegner wie Hassel so zu bestehen und das Spiel in der Art und Weise nachhause zu fahren, das ist schon gut. Kompliment und Respekt an meine Mannschaft“, schüttete der Ex-Profi nach dem Spiel Lob für seine Spieler aus. Siebenmal lief Lewejohann in seiner aktiven Karriere in der 2. Bundesliga auf.

Das Kollektiv ist der Schlüssel

Der Schlüssel zum Erfolg und dem perfekten Saisonstart bildet in Erkenschwick das Kollektiv: „Wir bestimmen als Kollektiv, was passiert. Bestimmen wir das Tempo und machen unser Ding, wird es schwer, uns zu stoppen“, beschreibt Lewejohann. „Lassen wir aber nach, dann können wir uns nur selber wehtun.“

Nachgelassen hat seine Mannschaft beim Sieg über Hassel kaum. Große Teile der Partie bestimmten die Erkenschwicker – und das, obwohl das Lazarett in Erkenschwick groß ist. Für den Trainer sind Ausfälle und Verletzungen aber kein Grund für Ausreden: „Stammspieler in diesem Sinne, die gibt es nicht.“ Lewejohann beschwört erneut: „Wir bestehen als Kollektiv.“

Der Trainer hat Spaß an der Arbeit mit seiner jungen Mannschaft. Jeder in Erkenschwick zieht voll mit. „Es macht Riesenspaß mit den Jungs. Die wollen sich verbessern und sind wissbegierig. Sie wollen, wollen, wollen – und das hat man gegen Hassel gesehen. Der Wille war unbändig.“

Keine Veränderungen mehr am Kader

Der Kader in Oer-Erkenschwick steht fest. Veränderungen in der Mannschaft soll es nicht mehr geben. „Wir wollen nicht nachlegen. Es stoßen ja wieder welche dazu und ich betone nochmal: Ich vertraue jedem Einzelnen und dieses Vertrauen wurde mir gegen Hassel auch zurückgegeben.“

Autor: Kevin Lenk / Reviersport

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