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conde timo3Die Spvgg Erkenschwick marschiert gegen TuS Hordel zum nächsten Sieg und setzt sich weiter in der Tabelle der Westfalenliga II oben fest. Am 22. Spieltag gelang der Elf vom Stimberg ein klarer 4:1 (2:1)-Erfolg. Wäre einer der tapferen Zuschauer der Partie erst kurz vor Abpfiff vor Ort eingetroffen, hätte dieser vermutlich von einem Klassenunterschied gesprochen – schließlich lief die SpVgg Erkenschwick ein ums andere Mal hochgefährlich auf das Tor von Gästekeeper Sören Gerlach zu, scheiterte jedoch meist an der mangelhaften Chancenverwertung.

 

Dass die Partie vorher bei weitem nicht so einseitig verlief, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Schließlich ging das Gästeteam sogar nach einem Blitzstart durch einen Treffer von Stürmer Naeem Charles in der dritten Minute früh in Führung.

Dies bemängelte der Cheftrainer der Gastgeber, Ahmet Inal, eindringlich, schließlich war man bereits beim letzten Meisterschaftsspiel in Lennestadt früh in Rückstand geraten, beim Heimspiel gegen Meinerzhagen am 20. Spieltag lag man vor heimischer Kulisse nach nicht mal zehn Minuten sogar mit 0:2 hinten. „Das darf uns natürlich nicht passieren, wir werden das intern besprechen und hoffentlich schnellstmöglich abstellen“, so der 37-jährige, der das Traineramt bei den Erkenschwickern seit dem dem 16. Spieltag innehat und zuvor für sein Team stürmte.

Erkenschwick musste den Matchplan ändern

Stürmisch waren auch die Wetterverhältnisse in Oer-Erkenschwick, die laut dem Cheftrainer beim Heimteam dazu führten, dass der Matchplan vor Anpfiff noch überarbeitet wurde, da „ein kurzer Spielaufbau bei diesen Voraussetzungen kaum möglich“ gewesen wäre.

Dem Wetter und frühen Rückstand zum Trotz glichen die Gastgeber jedoch postwendend durch Stürmer Timo Conde aus. „Ein Torwartfehler“, wie Gästetrainer David Zajas feststellte. Auch das Defensivverhalten beim Führungstreffer durch Bernad Gllogjani bemängelte der Hordeler Trainer, der sein Amt zum Saisonende niederlegen wird (Ziel noch unbekannt).

Nach dem aus seiner Sicht noch guten ersten Durchgang schaffte man es jedoch nicht, in der zweiten Halbzeit daran anzuknüpfen, und war vor allem in der Rückwärtsbewegung anfällig. Nach einer offensiveren Systemumstellung beim Gästeteam und der verletzungsbedingten Auswechslung von Naeem Charles war die Ordnung dann komplett verloren, was die Gastgeber zu bestrafen wussten. Der eingewechselte Kevin Lehmann machte in der 80. Minute den berühmten Deckel auf die Partie, Skandar Soltane schraubte das Endergebnis mit der letzten Aktion des Spiels noch auf 4:1 hoch.

Autor: Cedric Spielhoff / Reviersport