farke danielEs gibt Tage, da sollte man besser im Bett bleiben. Einen solchen erwischte der SV Lippstadt im Heimspiel gegen Erkenschwick. Die Schwarz-Roten verloren nicht nur mit 0:2, sondern auch Benjamin Pahlke und den Brasilianer Danilo jeweils mit Platzverweis. Trainer Daniel Farke musste sich die zweite Halbzeit ebenfalls von draußen anschauen, weil er sich zu vehement über die Rote Karte beschwert hatte.

 

Der SV Lippstadt kassierte in der Meisterschaft seine zweite Niederlage in Folge. Die Art und Weise, wie sie zustande kam, war bitter. „Ein total gebrauchter Tag“, schüttelte Daniel Farke fassungslos mit dem Kopf. Rot für Benjamin Pahlke (42.), der sich provozieren ließ und seinen Gegenspieler umschubste und schließlich noch Gelb/Rot für Danilo (76.) wegen wiederholten Foulspiels. Da hatte der SV-Coach den Kaffee richtig auf.

Die Gäste aus Erkenschwick gingen in der 17. Minute nach einem Freistoß in Führung. Kasak kam aus fünf Metern völlig frei zum Kopfball. In diesem Moment stimmte die Zuordnung in der Lippstädter Abwehr nicht. Die Platzherren, diesmal mit Björn Traufetter in der Startelf, mühten sich redlich, besaßen zunächst aber keine klaren Möglichkeiten. Immer wieder versuchten sie es mit langen Bällen, die jedoch nur selten den richtigen Abnehmer fanden. Gelungene Spielzüge sahen die 310 Zuschauer im vorletzten Match am Waldschlößchen kaum. Lange plätscherte die Partie dahin. Erkenschwick stand mit der Führung im Rücken tief und fing die Angriffe des SV unmittelbar vor der eigenen Strafraumgrenze ab.

Kurz vor der Pause wurde es dann doch noch dramatisch: Zunächst ließ Gäste-Keeper Müller einen harmlosen Schuss von Danilo durchrutschen; der Ball trudelte an den Pfosten. Es folgte die Rote Karte für Pahlke und schließlich ein Gewaltschuss des weitgehend glücklosen Björn Traufetter, der zwar kein Tor, dafür aber Szenenapplaus einbrachte.

Mit einem 0:1-Rückstand und einem Mann weniger ging es in die Kabinen. Doch so ohne weiteres wollten sich die Schwarz-Roten nicht geschlagen geben. Der eingewechselte Lars Schröder sorgte für frischen Wind. Die größte Chance zum Ausgleich vergab dann Björn Traufetter: Nach einem Pass von Kolodzig stand der Stürmer sieben Meter vor dem Tor völlig frei, doch er verzog. Die Vorentscheidung dann in der 70. Minute: Mit einem einzigen Pass war die SV-Abwehr ausgehebelt, Torjäger Oerterer umkurvte Keeper Höttecke und schob lässig zum 0:2 ein.

Die Farke-Elf versuchte es dennoch unverdrossen weiter, auch nach dem zweiten Platzverweis. Allen voran Lars Schröder: Zweimal zwang der Torhüter Müller per Kopf zu einer Glanzparade und scheiterte zudem am Pfosten (86.). - lüt

Quelle: Der Patriot

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