schnorrenberg florian2Nach zuletzt zwei "Spaziergängen" in der Fußball-Oberliga mit dem 3:0-Sieg in Zweckel und dem 4:0-Erfolg zuhause über den SuS Neuenkirchen hat der TuS Erndtebrück am Samstag (16 Uhr) einen echten Brocken vor der Brust. Denn bei der Auswärtsreise auf den Stimberg wartet mit der SpVgg. Erkenschwick kein geringerer als der letztjährige Vize-Meister auf die Wittgensteiner.

Sportlich hätte sich die Spielvereinigung damit für die Regionalliga qualifiziert, allerdings signalisierten die Vereins-Verantwortlichen bereits früh, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen auf den Gang in die nächsthöhere Liga verzichten würden. Nachdem die Mannen von Trainer Magnus Niemöller vor dieser Spielzeit vor allem den Abgang von Spielmacher Sebastian Westerhoff (20 Tore) verkraften mussten, ist das Team aus dem Vest nach anfänglichen Schwierigkeiten nun in der Liga angekommen. Zuletzt gab es neun Punkte in Folge. Ein echtes Ausrufezeichen setzten die Erkenschwicker vergangene Woche beim überzeugenden 4:0-Sieg bei der Hammer SpVg. Sicher ein Indiz dafür, dass die Erkenschwicker auch in dieser Saison gegen jeden Gegner mithalten können.

"Wir dürfen nicht denken, nur weil Sebastian Westerhoff nicht mehr da ist, hat Erkenschwick an Qualität verloren", warnt Erndtebrücks Trainer Florian Schnorrenberg, den Gegner zu unterschätzen. "Sie haben gegenüber der letzten Saison ihr System umgestellt und agieren nun defensiver. Diese Kompaktheit hat sie auch in den ersten Spielen ausgezeichnet", weiß der 37-jährige Brachbacher. Der Beweis: Gerade einmal vier Gegentore kassierten die Erkenschwicker in den ersten acht Begegnungen. "Entscheidend wird die Passgenauigkeit in unserem Spiel sein, da wir wieder hoch verteidigen werden. Viele Abspielfehler können wir uns nicht erlauben, denn viele Gelegenheiten wird Stefan Oerterer sicherlich nicht brauchen", ist sich der A-Lizenz-Inhaber sicher. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison (33 Tore in 34 Spielen) hat seine Gefährlichkeit in den ersten Spielen auch schon wieder unter Beweis gestellt und sieben der elf Treffer der Spielvereinigung erzielt.

Auf Erndtebrücker Seite lichtet sich das Lazarett mehr und mehr. Nachdem in der Vorwoche bereits Christian Runkel und Fatih Tuysuz wieder zum Kader gehörten, kehrt nun auch wieder André Schilamow nach seiner Verletzung zurück. Allerdings dürfte der Ex-Bergisch Gladbacher erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Denn Tokio Nakai, der für Schilamow ins Team rückte, nutzte seine Chance und überzeugte in den vergangenen Wochen vollends auf der linken Offensivseite. Zwar musste der Japaner letzte Woche wegen eines Schlags auf die Leber ins Krankenhaus, aber er meldete sich nur 48 Stunden später wieder fit und konnte mit der Mannschaft trainieren. Somit dürfte einem Einsatz nichts im Wege stehen. Fraglich sind zwar noch Markus Waldrich (Knieprobleme) und Thomas Bednorz (Fersenprobleme), aber bis Samstag dürften auch sie wieder einsatzfähig sein. "Unser Minimalziel ist ein Punkt. Ich hätte aber auch nichts dagegen, wenn es drei werden", so Schnorrenberg.

Quelle: Expressi.de

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