schnorrenberg florianEs steht der 34. Spieltag in der Oberliga-Westfalen an und somit geht es nach dem Wochenende in die wohlverdiente Sommerpause für die Kicker des TuS Erndtebrück (6.). Tabellarisch geht es für die Wittgensteiner um nichts zählbares mehr, denn durch den Sieg in der Vorwoche in Heven (17.) ist ihnen der sechste Rang, der zur Teilnahme am Westfalenpokal berechtigt, nicht mehr zu nehmen. Nun heißt es also, sich am heimischen Pulverwald nochmal mit einer ordentlichen Leistung von den heimischen Anhängern zu verabschieden und sollte am Sonntag (15 Uhr) auch die SpVgg. Erkenschwick (3.) geschlagen werden dann winkt sogar noch Platz fünf.

 

"Wir haben jetzt unser Ziel Platz sechs erreicht und auch noch Chancen auf den fünften Rang. Im letzten Saisonspiel wollen wir nochmal einen positiven Abschluss und zu Hause haben wir bisher nur gegen Bielefeld verloren", ist Trainer Florian Schnorrenberg zuversichtlich.

Zunächst allerdings solle der Fokus voll und ganz auf den Erkenschwickern liegen, denn diese Aufgabe wird schwierig genug. Die Spielvereinigung, die auf die Beantragung der Regionalliga-Lizenz verzichtet hatte, stand lange Zeit auf Platz zwei und da die Zweitvertretung von Arminia Bielefeld nicht aufsteigen darf, würde auch der jetzige dritte Rang zum Aufstieg berechtigen. Auch in der Vorwoche beim fünf zu null gegen Ahlen (8.) unterstrich die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet, dass sie eine bärenstarke Saison spielt. Schon 77 Tore wurden erzielt und dazu hat der Tabellendritte mit Stefan Oerterer (32 Tore) den treffsichersten Oberliga-Spieler in den eigenen Reihen, hinzu kommt noch Sebastian Westerhoff, der schon satte zwanzig Mal einlochte.

"Allein Oerterer und Westerhoff haben zusammen mehr Tore erzielt, als wir insgesamt als Mannschaft. Erkenschwick hat offensiv unheimlich Qualität. Trotzdem wollen wir uns nicht hinten rein stellen, sondern unser Spiel wieder durchziehen. Im Hinspiel haben ja nur wenige Sekunden für einen Sieg gefehlt", so der der TuS-Coach.

Die Erndtebrücker werden defensiv demnach deutlich stabiler stehen müssen als beim torreichen Sieg in der Vorwoche gegen Heven, als die Schnorrenberg-Elf zwar fünf Treffer erzielte, aber auch gleich drei Treffer hinnehmen musste. Die Wittgensteiner sollten an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen, als sie kurz davor standen drei Punkte aus Erkenschwick mit zu nehmen, ehe Westerhoff mit seinem Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit noch für den glücklichen Ausgleich sorgte. Ohnehin ist ein Remis ein häufiges Ergebnis beim Aufeinandertreffen dieser beiden Teams, denn die vier letzten Begegnungen endeten jeweils mit einer Punkteteilung. "Wir wollen so auftreten wie in der Hinrunde und es wäre schön, wenn wir es nochmals schaffen würden einer Mannschaft die jetzt schon siebzig Punkte geholt hat Paroli zu bieten", hofft Schnorrenberg darauf, dass seine Mannschaft wieder an die gute Leistung aus der Hinserie anknüpfen kann.

Auch wenn Erkenschwick eine "hohe Hürde" ist, so darf es das Ziel des TuS Erndtebrück sein, sich mit einem Sieg zu Hause von seinen Fans zu verabschieden, um einen gelungenen Saison-Abschluss perfekt zu machen und anschließend die Qualifikation für den Westfalenpokal zu feiern und eventuell ja auch den Aufstieg der zweiten Mannschaft, die am Sonntag in Ottfingen die Landesliga-Meisterschaft perfekt machen kann.

Die Ersatzbank des TuS wird diesmal nicht allzu sehr gefüllt sein, da die Erndtebrücker allen Spielern, die in der Reservemannschaft zum Einsatz kommen könnten, auch die Chance geben wollen die Meisterschaft zu realisieren. Zudem ist der Einsatz von Jan-Patrick Kadiata (Trauerfall) noch nicht gesichert. (mn)

Quelle: Expressi-de

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