tus dornbergIm Heimspiel gegen Erkenschwick startet Oberligist TuS Dornberg am Sonntag (14.30 Uhr, BIPA-Sportarena) den 14. Versuch, erstmals in dieser Saison als Sieger den Platz zu verlassen. Die 1:2-Pleite im Kellerduell beim Schlusslicht TuS Heven hat beim Vorletzten TuS Dornberg Spuren hinterlassen. »Wille und Ehrgeiz sind die Grundvoraussetzungen im Abstiegskampf. Solange Einstellung und Konzentration nicht passen, brauchen wir über nichts anderes sprechen«, sagt Dornbergs Trainer Istvan Gal.

Das führte er seiner Mannschaft auch noch einmal deutlich vor Augen, nachdem in Heven in der ersten Halbzeit von eben jenen Tugenden nichts zu sehen gewesen war.

Ob die immer noch sieglosen Dornberger verstanden haben, werden die nächsten Wochen zeigen. »Ich glaube natürlich immer noch daran, dass wir das packen können«, sagt Gal, der die größten Probleme seiner neuen Mannschaft im mentalen Bereich sieht: »Wir brauchen Typen, die sich den Hintern aufreißen und vorangehen. Meine Aufgabe ist es, den Mittelweg zwischen Peitsche und Streicheleinheit zu finden.«

Gegnerischer Topsturm

Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Erkenschwick hofft der Ungar darauf, dass die taktischen Vorgaben umgesetzt werden. Ähnlich wie bei Gals Trainer-Debüt gegen Roland Beckum (1:1), als der TuS aus einer kompakten Defensive heraus ein ordentliches Spiel ablieferte. »Wir müssen mehr Konsequenz auf den Platz bekommen«, fordert Istvan Gal ein kompromissloses Vorgehen. Aussetzer in der Defensive darf sich Dornberg, das weiterhin auf Tim Scholz (Zehenbruch) verzichten muss, am Sonntag mit Sicherheit nicht erlauben, denn Erkenschwick gehört zu den offensivstärksten Teams der Liga. Mit Topstürmer Stefan Oerterer (14 Tore) und Sebastian Westerhoff (8) verfügt die SpVgg. über ein außergewöhnliches Duo, das Spiele alleine entscheiden kann. So wie beim kuriosen 8:5-Sieg in Gütersloh, als Oerterer viermal und Westerhoff zweimal erfolgreich waren. Beim jüngsten 3:3 gegen Neuenkirchen unterstrich Erkenschwick erneut seine Offensivstärke. »Es ist im Moment vielleicht ein bisschen zu viel Spektakel«, schmunzelte Trainer Magnus Niemöller mit Blick auf die letzten beiden Spiele mit 11:8 Toren.

Von Arndt Wienböker / Westfalen-Blatt

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