rw_ahlenReden hilft. Manchmal. Aber mehr geht eh nicht, um RW Ahlen aufzubauen. Das erschütternde 2:3 im Test gegen den Bezirksligisten VfL Kamen hat offenbart, dass Trainer Marco Antwerpen die Spieler fehlen, um ordentlich Druck zu machen oder aber einfach nur das Personal auszutauschen.


Andere hat er aber nicht vor dem Heimstart gegen die SpVgg Erkenschwick (Sonntag, 15 Uhr), also gibt’s für den kärglichen Rest Gespräche unter Männern, um die gröbsten Fehler abstellen zu können. Zum Training am Donnerstag haben der Übungsleiter und Manager Joachim Krug die Mannschaft noch einmal ins Kreuzverhör genommen, zusätzlich nahm er sich Nico Niemeier zur Seite, der sich zurzeit zum Spielmacher berufen fühlt und durch seine Ausflüge ins Mittelfeld nicht nur René Lindner neben sich nervös macht.

„Ein Innenverteidiger soll Stürmer ausschalten“, reduziert Antwerpen seinen Chefdefensiven auf das Kerngeschäft. „Er verunsichert sonst die anderen.“ Für alles andere hat man Venker, der gegen Kamen wenigstens in Hälfte eins ordentlich unterwegs war. Gegen den Liga-Vierten (Hinspiel 1:3) gilt der Abwehr die größte Sorge.

Nach vorn blickt Antwerpen dagegen ganz entspannt, und das nicht nur, weil sich SpVgg-Torwart Marcel Müller einen Finger gebrochen hat und ausfällt. Spitze Ferati hat derzeit durch Passspiel und Bewegungsfreude sowieso einen dicken Stein im Brett des Trainers. Und: „Nebi ist immer focussiert, Baumbach beißt sich rein, und Hönicke ist laufstark, wenn er klar ist im Kopf“, ist Antwerpen grad so zufrieden. Überhaupt ist der Trainer zwei Tage nach dem Test-Reinfall milder geworden.

 „Wir haben eine gute Heimbilanz und sind für Erkenschwick ein ernstzunehmender Gegner“, zwingt sich Antwerpen, trotz der fehlenden Richter und Khmiri, das Gute zu sehen. Reden hilft eben. Und wenn es nur darum geht, die Oberliga-Reife herbeizureden.

Quelle: Die Glocke.de

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