hammer spvgZwei Siege in Folge, im letzten Heimspiel gegen das Überraschungsteam der Liga SC Roland Beckum, das bis dahin nur eine Niederlage kassiert hatte, und letzte Woche beim punktlosen Tabellenschlusslicht TuS Heven, lassen wieder zuversichtlicher in die Zukunft schauen. Sonntag um 15 Uhr heißt es nun, diese Punkte gegen die SpVgg Erkenschwick zu vergolden. Die Erkenschwicker rangieren im oberen Mittelfeld und haben drei Siege im Gepäck auf dem Weg nach Hamm. Mit 17 Punkten, vier mehr als die Hammer SpVg, belegen sie Platz 4 in der Tabelle.

Zudem stellt die Hintermannschaft um Kapitän und Abwehrchef Nils Eisen die drittbeste Abwehr der Liga. In fünf von neun Spielen stand die Null.

Über die Offensive darf sich Trainer Magnus Niemöller, der seit 2011 am Stimberg tätig ist, ebenfalls nicht beklagen. Der 25-jährige Stefan Oerterer, Spitzname „Ö“, erzielte sieben der 16 Saisontore. Der Torjäger vom Dienst ist seit fast vier Jahren am Stimberg auf Torejagd und feierte Anfang September sein 100. Tor für seinen Arbeitgeber. Und wenn „Ö“ nicht trifft, springen andere Offensivkräfte wie Sebastian Westerhoff (39 Tore in den letzten beiden Spielzeiten) in die Bresche. Mit zuletzt zwei Toren gegen den SV Zweckel sicherte der 27-Jährige den 3:0-Heimsieg, insgesamt vier Saisontore stehen bereits auf seinem Leistungszettel.

Etwas Ungewöhnliches geht auf der Torwartposition des heutigen Gegners zu. Als Christoph Ditterle zur letzten Saison an den Stimberg wechselte, hatte Niemöller die Qual der Wahl zwischen ihm und dem vorherigen Stammkeeper Marcel Müller. Er entschied sich für eine dauerhafte Rotation, die bis heute bestand hat. Ditterle hat seitdem 23 Spiele bestritten, Müller 20 Spiele. „Wir haben eben zwei absolut gleich starke Torhüter“, betont Niemöller, „Und es funktioniert, weil sowohl Marcel als auch Christopher charakterlich zwei einwandfreie Persönlichkeiten sind.“ Überhaupt ist die mannschaftliche Geschlossenheit seit Amtsantritt von Niemöller ein großes Plus. Und individuelle Klasse á la Oerterer und Westerhoff zu besitzen, die ein Spiel alleine entscheiden können, setzt noch das I-Tüpfelchen auf die Gesamtstärke des Kaders.

Ein hartes Stück Arbeit wartet also auf die Mannen von HSV-Coach Goran Barjaktarevic, der weiterhin keinen Grund sieht, seine Startelf zu ändern: "Die Jungs bringen ihre Leistung am Spieltag und im Training, alle sind gesund, also werden sie am Sonntag wieder spielen." Mit Emre Demir steht immerhin eine Offensivoption wieder zur Verfügung, der vor seiner Verletzung viel Eigenwerbung mit guten Leistungen betrieben hatte. Angreifer Thanh-Tan Tran ist nach seinem Wadenbeinbruch in das volle Mannschaftstraining zurückgekehrt, wird aber aufgrund seines Fitnesszustandes noch keine Alternative sein. Kapitän Sebastian Krug ist im Übrigen noch nicht wieder im Training.

Bis auf die Spitzenreiter Rödinghausen und Bielefeld gestaltet sich die Liga bisher sehr ausgeglichen. Mit einem Sieg gegen die SpVgg Erkenschwick kann die Hammer SpVg wieder an das obere Drittel heranrücken, eine Niederlage könnte aber auch sofort wieder zum Kontakt zu den gefährdeten vier letzten Plätzen führen. Ein spannendes Spiel wird die Zuschauer am Sonntag in der EVORA-Arena erwarten, man darf gespannt sein, ob die junge HSV-Mannschaft, angeführt vom 32-jährigen Kapitän Jochen Höfler, der zuletzt im Schnitt zehn Jahre älter war als seine Mitspieler, zu mehr als derzeit Platz 10 berufen ist! - sb

 

So könnten sie spielen: HSV: Gioudas - Jungk, Arslan, Harder, Oscislawski - Kusakci, Akdag, Hönicke - Schaffer, Höfler, Brahim Erkenschwick: Ditterle - Nachtigall (Ostdorf), Basile (Forsmann), Eisen, Kokot - Batman (Sawatzki), Rosenkranz, Westerhoff, Fricke - Oerterer, Weißfloh

Quelle: Homepage Hammer Spvg. 

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