mehnert bjoern2Sieben Plätze trennen derzeit den SV Westfalia Rhynern und die Spvgg. Erkenschwick in der Tabelle der Fußball-Oberliga. Während die Stimberg-Elf auf Rang sieben steht, muss die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert derzeit mit Position 14 vorlieb nehmen. Doch als Außenseiter sehen sich die Rhyneraner vor ihrem Gastspiel auf dem Kunstrasenplatz des altehrwürdigen Stimberg-Stadions am späten Samstagnachmittag (Anstoß 16.30 Uhr) keineswegs. „Das waren immer enge Duelle mit viel Pfeffer zwischen uns und den Erkenschwickern. Das wird auch jetzt wieder ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Mehnert – und fügt hinzu: „Mit einem Sieg könnten wir punktemäßig ja auch gleichziehen mit unserem Gegner.“

 

Im Falle einer Niederlage würde es allerdings recht duster aussehen für die Westfalia, die sich dann damit abfinden müsste, für längere Zeit im dunklen Tabellenkeller festzusitzen. „Wir haben zurzeit mehr Mannschaften vor als hinter uns, das ist uns schon klar“, betont Mehnert. „Wir haben natürlich die Qualität, um jeden Gegner in der Liga zu schlagen. Aber es zu wissen, ist das eine, es zu machen, das andere. Und jetzt wäre es ein sehr guter Zeitpunkt, es zu machen.“

Damit das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, haben die Rhyneraner die vergangenen 14 Tage und das meisterschaftsfreie Wochenende genutzt, um intensiv an den Unzulänglichkeiten zu arbeiten. So wurde im Training intensiv daran gefeilt, das Zusammenspiel zwischen den Innenverteidigern und den Sechsern zu verbessern, und im Torabschluss konsequenter zu sein. Zudem hatte Mehnert in den beiden Testpartien beim Lüner SV und gegen den KFC Uerdingen 05 großen Wert darauf gelegt, das die Abläufe besser funktionieren und die Automatismen greifen. „Und in Erkenschwick müssen wir nun gucken, ob es die Jungs auch zeigen können“, meint der Coach, für den die bisherigen schwachen Auftritte aber weniger eine Sache der Qualität oder Einstellung als vielmehr der Konzentration sind. „Das Niveau in der Oberliga ist in dieser Saison so eng, da entscheiden Kleinigkeiten: wie schlage ich den Ball bei einer Standardsituation, wie spiele ich einen Pass über zehn Meter oder wie verarbeite ich den Ball nach einem Zuspiel“, erklärt der Ex-Profi – und hofft, dass sich seine Akteure „auf ihren Job konzentrieren“. Verzichten müssen die Rhyneraner aber weiter auf die langzeitverletzten Aaron Vasiliou sowie Markus Maier. Zudem stehen hinter den Einsätzen von Torben Menne (Patellasehne), Felix Krellmann (Sprunggelenk), Martin Zakrzewski (Hüfte) und auch Neuzugang Salvatore Gambino (Nierenkolik). „Das werden enge Entscheidungen, ob es bei den Problemfällen klappt oder nicht“, befürchtet Mehnert, dass ihm in Erkenschwick nicht seine Wunschformation zur Verfügung stehen wird.

Groß ist derweil der Respekt, der Mehnert den Erkenschwickern entgegenbringt. „Das ist eine eingespielte Truppe, die sich im Sommer gut verstärkt hat und mit Magnus Niemöller über einen sehr qualifizierten Trainer verfügt“, meint der Rhyneraner Coach. „Und nach einem holprigen Start hat das Team zuletzt gute Ergebnisse eingefahren. Für uns heißt das, dass wir ans Limit gehen müssen.“

von Patrick Droste / Westfälischer Anzeiger

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