kunstrasenplatz neuenkirchenIn der Oberliga Westfalen gab es die ersten Spielausfälle der laufenden Saison. Drei Partien fielen am vergangenen Sonntag aus, darunter das Heimspiel des SuS Neuenkirchen gegen Erkenschwick. Eigentlich nichts Besonderes, doch seit Ende September kann der Fußball-Oberligist gemeinsam mit dem TuS St. Arnold einen gemeindeeigenen Kunstrasenplatz nutzen.

 

Auf dem 360000 Euro teuren Geläuf hätte am Sonntag problemlos gespielt werden können, aber beim SuS Neuenkirchen passierte vorgestern nichts. Grund: Der neue Kunstrasen ist beim Verband noch nicht offiziell als Ausweichplatz angegeben, somit hätte dort rein formell gar nicht gespielt werden dürfen.

„Bisher ist dafür nur unser zweiter Rasenplatz gemeldet, aber da herrschte am Sonntag auch Land unter“, erklärt Werner Kreimer vom SuS-Förderverein.

Kreimer kündigte an, die Ligatauglichkeit des Kunstrasenplatzes zeitnah mit dem Vorstand zu besprechen. In der jetzigen Ausstattung sei das Gelände für Zuschauer kein Vergnügen: „Bei dem Sauwetter wäre kein Besucher gekommen.“ Es fehle an Tribünen und Verkaufsständen für die Gastronomie. Auf die Einnahmen wolle man nicht verzichten.

In den Durchführungsbestimmungen des Fußball- uind Leichtathletikverbandes (FLVW) ist die Platzbenutzung wie folgt geregelt: „Jeder Mannschaft eines Vereins wird mit Veröffentlichung des Spielplanes im DFBnet eine Spielstätte zugewiesen. Abweichungen davon sind dem Gastverein und dem Schiedsrichter rechtzeitig bekannt zu geben (ggf. telefonisch). Vereine, die über mehrere Plätze verfügen, sind verpflichtet, zur Durchführung von Pflichtspielen grundsätzlich den Rasenplatz zu benutzen. Kunstrasenplätze können nach Genehmigung durch den Verbandsfußballausschuss als Hauptplätze angesehen werden.“

Diese Genehmigung muss der SuS Neuenkirchen erst einholen. Wann, steht noch in den Sternen.

Von Dirk Möllers / Münsterländische Volkszeitung

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