westfalia_wickedeDie Leistung während des 2:6 (0:4) von Westfalia Wickede gegen die SpVgg. Erkenschwick war nicht schlimm, wie es das Ergebnis vermuten lässt – sie war schlimmer.



 Die Vorstellung erinnerte eher an ein Pokalspiel, in dem ein klassentieferes Team einen Favoriten empfängt. Nur die ausgelassene Feier der Gäste nach der Partie passte nicht ins Bild. Während die Erkenschwicker aufsteigen, sollten die Wickeder froh darüber sein, dass sie schon genügend Punkte haben, um nicht tiefer zu fallen.

Desolate Vorstellung

Die Wickeder starteten sehr defensiv mit einer Fünferabwehr um Libero Sebastian Didion, mit den Manndeckern Marcel Städter, Marvin Kohl sowie den Außen Marcel Höse und Dominik Lipki. Das Kalkül ging nicht auf, da das Mittelfeld den Erkenschwickern gehörte und die Abwehr mit den eiskalten Gästen überfordert war.

Nach elf Minuten jubelten die Erkenschwicker zum ersten Mal, als Marcel Höse Alexander Glembotzki ziehen ließ und Sebastian Westerhoff die Flanke nutzte. Glembotzki war auch am 2:0 beteiligt. Marcel Städter legte ihn und Stefan Oerterer verwandelte den Foulelfmeter (24.). Westfalia-Trainer Marko Schott, der sein Team in beiden Halbzeiten „desolat“ sah, stellte um, tauschte schnell die Außenverteidiger, zog dann Mario Bunk zurück und Didion vor.

Spaziergang durch Abwehr

Das brachte genauso wenig wie die drei Wechsel zur Pause, als es bereits 0:4 nach einem Eigentor von Didion (39.) und Oerterers zweitem Treffer stand. Schott: „Ich nehme die Niederlage auch auf meine Kappe, weil ich vielleicht vorher zu sehr rotiert habe. Aber eine Entschuldigung für das, was wir abgeliefert haben, kann das nicht sein. Das lasse ich mir von den Spielern nicht gefallen. Wir trainieren jetzt viermal.“

Denn das Unheil nahm zunächst seinen weiteren Lauf. Oerterer (47.) und Glembotzki (49.) spazierten durch die Westfalia-Abwehr und sorgten für ein 6:0. „Nur weil Erkenschwick sieben Gänge zurückschaltete, durften wir zwei Tore schießen“, erkannte Schott. Miguel Moreira (73., Elfmeter nach Foul an Zwahr) und Christian Fröse (77.) verkürzten. Westfalia verlässt die Aufstiegsplätze, das geht nach diesem Spiel in Ordnung.
 
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Westfalia Wickede: Wylczoch - Didion - Städter, Kohl - Lipki, Höse (46. Seelig) - Toetz (46. Fröse), Zwahr - Bunk - Moreira, Schymanietz (46. Richter)
Tore: 0:1 Westerhoff 11.), 0:2 Oerterer (24., Foulelfmeter), 0:3 Didion (39., Eigentor), 0:4 Oerterer (44.), 0:5 Oerterer (47.), 0:6 Glembotzki (49.), 1:6 Moreira (73., Foulelfmeter), 2:6 Fröse (77.)

Von Alexander Nähle

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