westfalia_rhynernDer Freitagmorgen begann für Björn Mehnert mit einer kleinen Schrecksekunde. Auf dem Weg zur Arbeit war der Trainer des SV Westfalia Rhynern mit seinem Auto ein wenig zu schnell unterwegs und wurde prompt von der Polizei geblitzt.


Am Sonntag (15 Uhr) im Auswärtsspiel des SV Westfalia Rhynern beim Spitzenreiter der Fußball-Oberliga, SpVgg. Erkenschwick, hofft der Coach dennoch, dass seine Akteure mächtig Gas geben und mit hohem Tempo unterwegs sein werden. „Aber alles nur im Rahmen des Erlaubten“, sagt Mehnert, denn er sieht die Partie beim noch ungeschlagenen Tabellenführer als eine „Mammutaufgabe“ an: „Das ist ein ganz schwerer Brocken, der sich uns da auf dem Stimberg in den Weg stellt.“

Doch die Rhyneraner haben mit den beiden Siegen in der Meisterschaft gegen die TSG Sprockhövel (3:0) und im DFB-Pokal auf Kreisebene gegen den Bezirksligisten SV Langschede (7:1) neues Selbstvertrauen gewonnen und sind zuversichtlich, auch aus Erkenschwick etwas Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen. „Ich habe Vertrauen in meine Jungs. Und ich weiß, wie leistungsstark die Mannschaft ist. Diese beiden Punkte sind für mich ausreichend, dass wir auf dem Stimberg bestehen können“, sagt Mehnert, der auch keine Angst hat, dass seine Schützlinge einen ähnlichen Einbruch erleben wie nach dem überaus erfolgreichen Saisonstart. Denn eine Woche nach dem triumphalen 4:0-Sieg im Ortsderby gegen die Hammer SpVg unterlag der SV Westfalia nach einer blamablen Vorstellung bei der Reserve des DSC Arminia Bielefeld II mit 0:5. „So etwas wird uns aber nicht noch einmal passieren“, ist sich Mehnert sicher, dass seine Akteure aus dieser Niederlage die richtigen Lehren gezogen haben. Sollten sie dies nicht getan haben, droht in Erkenschwick beim verlustpunktfreien Tabellenführer ein noch schlimmeres Desaster. Denn Rhynerns Coach schwärmt in den höchsten Tönen von der SpVgg. und hat eine Menge Respekt vor dem Aufsteiger. „Das ist eine richtig gute Truppe, die eingespielt und offensiv richtig stark bestezt ist“, meint Mehnert. „Wir müssen da 90 Minuten lang höllisch aufpassen. Man darf gegen Erkenschwick zu keinem Zeitpunkt nachlassen und sich sicher sein.“
Sicher aus Rhyneraner Sicht ist dagegen, dass Routinier Erdal Kaleoglu aufgrund seiner gegen Sprockhövel erlittenen Oberschenkelzerrung ausfallen wird. Wer den Innenverteidiger ersetzen wird, ieß der Ex-Profi noch offen. „Ich muss da erst einmal das Abschlusstraining abwarten. Und dann mache ich mir Gedanken“, erklärt der Coach, für den die Partie Partie übrigens kein Spitzenspiel ist – obwohl der Erste auf den Vierten trifft. Mehnert: „Zum derzeitigen Augenblick ist die Tabelle noch nicht aussagekräftig genug. Aber Fakt ist meiner Meinung nach trotzdem, dass Erkenschwick zu den Top drei der Liga gehört und am Ende auch weit oben stehen wird.“ 

Quelle: Westfälischer Anzeiger

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