wattenscheid

Die herausragende Partie des 13. Spieltages der Oberliga Westfalen steigt am kommenden Sonntag (Anstoß: 14:30 Uhr) zweifelsohne im Stimbergstadion. Bei der Partie zwischen der SpVgg. Erkenschwick und der SG Wattenscheid 09 kommt es zu einer Neuauflage des Gipfeltreffens aus der Vorsaison.

 
 

Doch Wattenscheids Cheftrainer André Pawlak mag sich im Vorfeld dieser Partie nicht von Vergangenem ablenken lassen. Sicherlich sind die beiden Wattenscheider Siege gegen Erkenschwick aus der Westfalenliga-Spielzeit insbesondere in den Köpfen der Anhänger noch präsent. Vor allem der furiose 3:0-Auswärtssieg am Stimberg sorgt bei den 700 damals mitgereisten 09-Anhängern bis heute für Gänsehaut. Die Aktiven der SG 09 bereiten sich jedoch wie immer professionell auf diese Partie vor und lassen sich nicht von der Vergangenheit blenden. „Was letzte Saison war, ist heute für uns unerheblich“, setzt der Coach einen Haken dahinter und richtet den Blick nach vorn.

Tabellenführer will erneuten Derbysieg

„Erkenschwick gegen Wattenscheid ist ein Derby, eines der Spiele, wo wir uns ganz besonders drauf freuen“, macht André Pawlak dennoch keinen Hehl daraus, dass das Spiel am Sonntag ein besonderes Highlight darstellt. „Die Atmosphäre bei diesem Spiel war letzte Saison großartig. 1200 Fans waren da, 700 davon auf unserer Seite. Und dieses Jahr fahren wir erneut als Tabellenführer hin.“ Die ultimative Spitzenkonstellation wie im Vorjahr ist allerdings aktuell nicht gegeben. Denn die Spielvereinigung ist nach einem starken Start mit vier Siegen zum Auftakt doch ein wenig ins Hintertreffen geraten, seit sechs Spielen sieglos und rangiert gegenwärtig auf dem sechsten Platz – elf Punkte hinter dem Spitzenreiter. Dennoch warnt Wattenscheids Coach vor einer eminent schwierigen Aufgabe. „Beim 2:2 gegen Erndtebrück hat die Mannschaft bewiesen, dass sie da ist. Erkenschwick kann auch uns gefährlich werden. Besonders dann, wenn man sie in der Offensive zum Spielen kommen lässt. Dort haben sie nicht nur mit Stefan Oerterer und Sebastian Westerhoff eine enorme Qualität. Warum es dort in den letzten Spielen nicht zu mehr gereicht hat, kann ich aber aus der Ferne nicht beurteilen.“ Das Selbstvertrauen im Wattenscheider Kader ist angesichts der überzeugenden Ligaauftritte enorm. Und deshalb will man auch aus Erkenschwick nach Möglichkeit einen Sieg mitnehmen.

Breiter Kader kompensiert Ausfälle

Um dieses Ziel zu erreichen, will man sich im Wattenscheider Lager einmal mehr auf seine eigene Stärken besinnen. Und die sind zweifellos vorhanden, insbesondere auch auf der Reservebank. „Wir mussten in den letzten Spielen mehrfach umstellen wegen der Verletzungen von Milko Trisic, Alex Thamm und Marvin Rathmann. Da haben wir wieder gesehen, was es ausmacht, wenn man einen breiten Kader zur Verfügung hat“, freut sich der 09-Coach über seine Personaldecke. „Kevin Brümmer und Christian Luvuezo waren sofort da. Das gefällt mir. Die Spieler, die nicht zum Einsatz kommen, stellen Ansprüche, müssen sich dabei hinten anstellen und Geduld mitbringen. Aber wenn sich die Situation ergibt, ist man schnell wieder im Team.“

Einsatz von Thamm und Trisic fraglich

Diese Möglichkeit ergibt sich auch am kommenden Sonntag wieder. Denn Alexander Thamm – im Vorjahr noch zweifacher Torschütze am Stimberg – wird mit Bandscheibenproblemen zu neunzig Prozent ausfallen. Milko Trisic hat nach seiner Schulterverletzung von medizinischer Seite grünes Licht für einen Einsatz erhalten. „Fraglich ist aber, ob der Kopf mitspielt“, lässt André Pawlak einen Einsatz seines Offensivmanns noch offen. Keine Zweifel gibt es hingegen bei Marvin Rathmann, der trotz angebrochener Nase wieder die rechte Außenbahn beackern wird.

Heimspiel in Erkenschwick

Die Wattenscheider Fußballer haben an diesem Wochenende im Vergleich zu ihren Verfolgern die wohl anspruchsvollste Aufgabe zu bewältigen. Nichtsdestotrotz soll die Tabellenführung auch am Sonntag behauptet werden. Nicht zuletzt auch mit Unterstützung mehrerer hundert Fans, die ihrer seit neun Punktspielen ungeschlagenen und überdies ungemein auswärtsstarken Elf erneut den Rücken stärken werden. „Lasst uns am Sonntag wieder ein Heimspiel daraus machen“, fiebert André Pawlak dem Derby entgegen. „Alle Mann unters Dach, das hat uns letzte Saison in Erkenschwick enorm gepusht.“ Der zwölfte Mann auf den Rängen in Form des euphorisierten 09-Anhangs ist dem Team am Sonntag gewiss.

Quelle: Oberliga-Westfalen.de

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