fc eintracht rheineDramatik pur am Stimberg: In den letzten Sekunden der Nachspielzeit erzielt Stefan Oerterer per Kopf den 3:2-Siegtreffer für die Spvgg. Erkenschwick in der Partie gegen den FC Eintracht Rheine. Der Schlusspunkt einer turbulenten Partie. „Vom Chancenverhältnis sicher nicht unverdient“, meinte FCE-Trainer Uwe Laurenz nach ereignisreichen 94 Minuten. „In der 90. Minute ist solch ein Treffer dennoch immer auch glücklich.“

 

Was unwidersprochen blieb. Beinahe hätte der wackere Aufsteiger schließlich einen Punkt mitgenommen. Rheine gehörte die Anfangsviertelstunde, in der folgerichtig durch Christopher Thomassen, der bei einem Eckball von Manuel Dieckmann nach Verlängerung von Jannis Meyer sträflich frei gelassen wurde, auch die frühe Führung gelang (10.).

Zwei Minuten zuvor hätte es bereits Elfmeter geben können, als der leicht angeschlagen ins Spiel gegangene Timo Ostdorf im eigenen Strafraum Julius Hölscher zu Fall brachte, Schiedsrichter Stefan Tendyck kurioserweise aber auf Schwalbe entschied (8.).

Gerechte Kompensation: Auf der Gegenseite verwehrte der Unparteiische den Platzherren in der 28. Minute einen klaren Handelfmeter (Manuel Dieckmann beim Schuss von Sebastian Westerhoff). Dass wenige Sekunden später Stefan Oerterer das erste Mal zulangte und für die Gastgeber zum 1:1, wenn auch aus stark abseitsverdächtiger Position ausglich, war dann aber ein starkes Zeichen (28.) – Erkenschwick war im Spiel.

In den folgenden 17 Minuten brannten die Schwarz-Roten nun ein Feuerwerk ab. Das Einzige, was fehlte, waren ein zweites und sogar auch drittes mögliches Tor. Rheines bis dahin Bester, Torhüter Andre Epker, avancierte mit zahlreichen Paraden zum Turm in der Schlacht.

Nach Wiederbeginn schalteten beide Teams einen Gang zurück, keiner wollte nun zu viel riskieren. Ein katastrophaler Fehlpass von Philipp Rosenkranz im zentralen Mittelfeld ermöglichte Rheine über Kevin Grewe den Konter zum 1:2. Grewe schickte Thomassen steil, der mit seinem zweiten Treffer große Torjägerqualitäten bewies (77.). Die Entscheidung schien gefallen.

Als aber nur vier Minuten später glich Sebastian Westerhoff mit einem Schuss ins kurze Eck aus (81.), wobei der ansonsten starke Epker nicht ganz glücklich aussah. Nun begann die zweite ganz starke Phase der Platzherren. Trainer Magnus Niemöller konnte von der Bank aus frische Kräfte nachlegen.

Der eingewechselte Florian Fricke war es dann, der in der dritten Minute der Nachspielzeit maßgerecht auf Stefan Oerterer auflegte, der per Kopf zum umjubelten Sieg traf und dem FCE die knapp zweistündige Rückfahrt nach Strich und Faden vermasselte.

„Ich bin stinksauer, weil wir weiter sind, als wir gespielt haben. Wenn man das nicht abruft, muss man sich hinterfragen“, ärgerte sich Uwe Laurenz über zwei Fehler in der Schlussphase. „Es ist natürlich super-bitter, wenn Du so spät die Treffer kriegst. Wir waren diesmal nicht so stark in der Ordnung, hatten zu wenig Zugriff auf zweite Bälle und uns das Spiel zu sehr aufdrängen lassen.“

Nur drei Tage später geht es für den FCE im Heimspiel am Sonntag gegen den TuS Erndtebrück weiter. Bis auf die Langzeitausfälle Marcel Langenstroer, Christian Bußmann und Daniel Hallmann geht der FCE komplett in die Partie. Änderungen in der Rheiner Startformation sind nicht ausgeschlossen. Anstoß ist um 15 Uhr in der Obi-Arena.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

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