wehmschulte tobiasDieses Mal soll es endlich klappen: In der Vorwoche durften die Oberliga-Fußballer des SuS Neuenkirchen ihre Remis-Serie nicht weiter ausbauen, jetzt soll zumindest die Partie gegen die Spielvereinigung Erkenschwick stattfinden. Doch die Chancen auf einen Punktgewinn sind ob der Stärke des Gegners eher gering, denn die Erkenschwicker stehen auf Platz sechs noch weit unter Wert in der Tabelle. Auch der SuS ist auf Platz 15 ein gutes Stück unter den Erwartungen, immerhin gab es aber seit mittlerweile fünf Spielen keine Niederlage mehr, dafür jedoch fünf Unentschieden.

Zwar ist mit diesem Minimalprinzip auf Dauer der Klassenerhalt stark gefährdet, doch für den heutigen Heimauftritt gegen Erkenschwick dürfte eine weitere Punkteteilung auf jeden Fall als Erfolg gewertet werden (Anstoß 14.30 Uhr, Waldstadion).

 

„Ich würde uns auf jeden Fall als Außenseiter sehen. Erkenschwick steht defensiv gut, hat schnelle Außenspieler und mit Stefan Oerterer einen ganz gefährlichen Mann vorne drin, der schon zwölf Tore geschossen hat. Wir müssen schon einen guten Tag erwischen, um etwas mitzunehmen“, sagt SuS-Trainer Tobias Wehmschulte. Er und sein Trainerkollege Stefan Rother konnten sich unter der Woche über drei Rückkehrer im Training freuen. Nicolas Haverkamp, Thomas Wessels und Viktor Braininger trainierten erstmals wieder mit der Mannschaft. Sie sollen zwar heute im Kader stehen, sind allerdings nicht erste Wahl. Doch durch die Rückkehr der drei Leistungsträger vergrößerte sich der aktuelle Kader auf immerhin 16 Spieler. Ausfallen werden nur Fabian Sandmann, Felix Fuchs und Michael Egbers, die allesamt mit Knieverletzungen lange ausfallen. Außerdem muss Maximilian Mümken aufgrund seiner fünften Gelben Karte aus dem Lippstadt-Spiel passen. Sein Fehlen wiegt schwer, denn er und Lars Pöhlker machten in den vergangenen Wochen einen guten Job in der Innenverteidigung. Für Mümken wird Oliver Janning in die Startformation rutschen.

Aber nicht die Defensive entwickelte sich in den letzten Wochen zum SuS-Sorgenkind, sondern die mangelhafte Chancenverwertung vor dem gegnerischen Tor. In der abgelaufenen Saison wies der SuS mit 2,38 Toren pro Spiel noch den zweitbesten Schnitt der gesamten Liga auf. In dieser Saison kam die Offensive noch nicht in Fahrt und weist einen Durchschnittswert von nur 1,38 Toren auf. Torjäger Daniel Seidel traf in der letzten Saison stolze 18 Mal, in dieser Saison kommt er erst auf drei Treffer. Wehmschulte nimmt ihn Schutz. „Daniel hat die komplette Vorbereitung nicht mitgemacht und brauchte eine ganze Zeit, um reinzufinden.“

Auch die Gäste konnten vor dem gegnerischen Tor bisher kein Feuerwerk zünden, haben aber mit Stefan Oerterer eine echte Lebensversicherung in ihren Reihen. Von den 19 geschossenen Treffern steuerte der Torschützenkönig der Vorsaison (33 Tore) allein zwölf bei, zudem legte er noch vier Treffer auf. Allerdings kassierte die Elf von Trainer Magnus Niemöller bisher nur neun Gegentore – Top-Wert in der Liga. Mit Sebastian Westerhoff verloren die Gäste vor der Saison zwar ihren besten Spieler an den TSV Marl-Hüls, Wehmschulte betont aber: „Sie scheinen es ganz gut weggesteckt zu haben. Dass Stefan Oerterer zwölf Mal getroffen hat, hängt ja auch von den anderen Spielern ab. Wir müssen die Pässe auf ihn unterbinden, aber wir wollen uns in einem Heimspiel nicht einigeln.“

Von Jannik Tillar

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