tus erndtebrueckGegen die SpVgg. Erkenschwick will die Elf von Trainer Peter Cestonaro zurück auf die Siegerstraße. Und ihre Kopfblockade lösen.

Es waren Tatsachen, daran gab es für Peter Cestonaro nichts zu rütteln. "Wir haben nichts zu Stande gebracht", sagte der Trainer des TuS Erndtebrück (3. Platz/47 Punkte) auch zwei Tage nach dem 0:2 (0:1) gegen den FC Gütersloh. Wirklich verübeln konnte er seinem Team den Rückschlag im Spitzenkampf der Fußball-Oberliga Westfalen aber nicht - engagiert war seine Elf schließlich aufgetreten.

Cestonaro: "Zu viel Druck"
"Derartige Spiele sind schwierig zu erklären, am nötigen Siegeswillen hat es jedenfalls nicht gefehlt. Manchmal macht man sich zu viel Druck - vielleicht war das am Mittwoch der Fall bei meiner Mannschaft der Fall", mutmaßte der Ex-Profi. Reine Kopfsache also, aber längst kein Grund zur Beunruhigung vor dem Spitzenspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen die SpVg Erkenschwick (4./43). "Wir müssen die Sache jetzt wieder locker und konzentriert angehen. Wenn wir so spielen, wie am Mittwoch habe ich nämlich keine Hoffnung", schmunzelte Cestonaro. Hinter diesem zweiten Satz steckte schließlich eine gewisse Portion Galgenhumor, denn an ein zweites Gütersloh glaubt er nicht. Im Gegenteil, er nimmt den Druck ganz bewusst von seiner Mannschaft, um die mentale Blockade zu lösen. "Wir wollen natürlich immer gewinnen, aber es gibt keinen Zwang", erklärte der 58-jährige Hesse - und meinte den möglichen Regionalliga-Aufstieg, der im Pulverwald längst keine blühende Fantasie mehr ist.

Zwei Spiele bis zum Gipfeltreffen
Vor diesem Gipfeltreffen mit dem Ex-Bundesligisten stehen allerdings noch zwei Partien an - vor allem die am Sonntag verspricht große Emotionen. Im Hinspiel (2:2) bei der SpVg Erkenschwick kochte der Stimberg schließlich vor Emotionen auf dem Platz und am Seitenrand. "Ich hoffe schlichtweg, dass wir bis Sonntag die nötige körperliche Fitness wiedererlangt haben. Das könnte ein heißer Kampf werden", erklärte Cestonaro. Denn natürlich zehren die englischen Wochen derzeit an seinen Spielern, der schwierigste Teil der Saison liegt aber noch vor ihnen. "Der Höhepunkt kommt erst im Mai", mahnte Cestonaro, der gegen Erkenschwick wohl mit dem gleichen Kader wie schon gegen Gütersloh arbeiten kann. Und will. Zuvor muss er aber noch diese Kopfblockade lösen, die am Mittwoch den Sprung auf den Aufstiegsplatz kostete.

Quelle: Siegener Zeitung

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