tus dornbergDer TuS Dornberg stürzt scheinbar unaufhaltsam dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga entgegen. Im Heimspiel gegen SpVgg. Erkenschwick kassierte Dornberg die zehnte Niederlage im 14. Saisonspiel – 0:1 (0:0) hieß es nach 90 tristen Minuten in der BIPA-Sportarena. »Das Spiel hätte eigentlich keinen Sieger verdient gehabt.« Darin waren sich die beiden Trainer Istvan Gal und Magnus Niemöller nach der Partie einig.

 

Gegen die kompakte Dornberger Defensive fiel dem neuen Tabellendritten aus Erkenschwick wenig ein. Die gefürchtete Sturmreihe um Oberliga-Toptorjäger Stefan Oerterer (14 Saisontreffer) und Regisseur Sebastian Westerhoff kam kaum zur Entfaltung. »Hinten haben wir richtig gut gestanden. Das war taktisch eine unserer besten Leistungen«, meinte Dornbergs Kapitän Christopher Heermann. Nach vorne hatte der sieglose Tabellenvorletzte allerdings nichts zu bieten. In 90 Minuten erspielte sich der TuS keine einzige Torchance. Ein Schuss von Ufuk Basdas (30.), der am Außennetz landete: Mehr gab es in der Offensive nicht zu verzeichnen.

Da auch Erkenschwick ideenlos blieb, sahen die Zuschauer ein Spiel auf ganz schwachem Niveau. TuS-Keeper Yannik Grützner musste in der 2. Minute einmal gegen Oerterer klären, Sekunden vor dem Pausenpfiff köpfte Erkenschwicks Basile knapp am Gehäuse vorbei. Auch nach dem Seitenwechsel blieben Torchancen eine echte Rarität. Dornberg verlagerte sich weiter aufs Kontern, blieb aber ohne jede Durchschlagskraft. Die Gäste passten sich dem tristen Treiben an. Oerterer verzog freistehend in Richtung Eckfahne (47.). In der Folge blieben die Erkenschwicker Angriffsbemühungen immer wieder in der aufmerksamen Dornberger Defensive hängen. »Das war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel«, stellte Christopher Heermann treffend fest. Bis zur 87. Minute sah es danach aus. Dann zirkelte Sebastian Westerhoff einen Freistoß von der Strafraumgrenze unter die Latte, von wo aus der Ball den Weg ins Netz fand – 0:1. Yannik Grützner gab dabei keine glückliche Figur ab, da der Freistoß mittig aufs Tor kam. »Ich glaube, den kann mal halten«, urteilte Istvan Gal. Dornbergs Trainer trauerte dem verpassten Punktgewinn hinterher, lobte aber das Defensivverhalten seiner Mannschaft: »Wir haben uns gut verkauft und kaum Chancen zugelassen. Als ich vor ein paar Wochen hier angefangen habe, waren wir noch die Schießbude der Liga. Wir müssen erst einmal hinten Ordnung reinkriegen.« Im Spiel nach vorn registrierte Gal »viele falsche Entscheidungen«, die dazu führten, dass das Dornberger Spiel spätestens am gegnerischen Strafraum zum Erliegen kam.

Kapitän Heermann traut seinem Team aber weiterhin die Wende zu: »Wir müssen uns irgendwie bis zur Winterpause durchbeißen und neue Kräfte mobilisieren, um eine Aufholjagd starten zu können.«

Von Arndt Wienböker / Westfalen-Blatt

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