wehmschulte tobiasVerkehrte Welt: Der ehemals so heimstarke SuS Neuenkirchen sammelt seine Punkte zurzeit häufiger in der Fremde. Im Waldstadion gab es in dieser Oberligarunde erst einen Sieg. Gemeinsam mit dem SV Zweckel trennte sich die Auswahl der Trainer Tobias Wehmschulte und Stefan Rother sechs Mal unentschieden – Rekord! Dennoch ist die Ein-Punkt-Politik auf Dauer zu wenig. Als Viertletzter der Tabelle schwebt der Aufsteiger von 2012 in Abstiegsgefahr, zumal der Abstand von drei Punkten zum SV Zweckel kein Polster ist, auf dem sich ruhig schlafen lässt.

Nächste Gelegenheit, um wieder einen Schritt Richtung Liga-Mittelfeld zu machen, bietet sich am Sonntag, wenn die Spielvereinigung Erkenschwick in Neuenkirchen gastiert (Anstoß 14.30 Uhr).

 

Das Duell mit dem hoch gehandelten Tabellenfünften birgt Dynamit. Schon in der Vorsaison sorgte das 3:3 im Stimberg-Stadion für Adrenalin-Schübe. Beim Wiedersehen auf SuS-Boden hielt Torhüter Dennis Fischer den 1:0-Sieg fest. Fischer wird auch morgen im Tor stehen, soweit die Parallelen.

„Eine spielstarke Mannschaft, die nicht nur wegen ihres Torjägers Stefan Oerterer in aller Munde ist“, adelt Rother den Gegner, dem der SuS mit viel Handlungsschnelligkeit in den Beinen und im Kopf begegnen muss.

Personell bleibt die Situation angespannt: Zu den Verletzten Nico Haverkamp, Thomas Wessels, Viktor Braininger, Fabian Sandmann, Felix Fuchs und Michael Egbers kommt nun auch noch Maximlian Mümken hinzu, der in Lippstadt zum fünften Mal Gelb sah. Der Ausfall des Innenverteidigers wiegt schwer, da er zuletzt im Verbund mit Lars Pöhlker für defensive Stabilität gesorgt hatte. Seit dem 2:2 in Hüls am 19. Oktober hielt das Duo im Zentrum den Laden dicht. Nimmt man den Vergleich mit dem ASC Dortmund hinzu, ist sind die Schwarz-Weißen seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 5. Oktober (0:4 in Erndtebrück).

„Unsere Leistungen stimmen, aber wir nutzen unsere Chancen nicht effektiv genug“, analysiert Stefan Rother den Remis-Boom der vergangenen Wochen.

Für Mümken werden Emanuel Beckmann-Smith oder Oliver Janning verteidigen, ansonsten ist der Kader nicht gerade breit aufgestellt. Wie auch immer: Das Tabellenbild bereitet den Verantwortlichen keine größeren Sorgen. „Natürlich würden wir mal wieder gerne gewinnen, aber ich kann nicht sagen, dass wir jetzt den Riesendruck spüren“, bleibt Rother entspannt.

Erkenschwick, zwischendurch mit einem famosen Zwischenspurt Richtung Tabellenspitze, bremste sich mit drei Unentscheiden in den letzten vier Punktpartien zuletzt wieder etwas aus. Vor sechs Tagen gab es ein 3:3 gegen den Vorletzten SV Zweckel. „Die Mannschaft hat viel Kampfkraft bewiesen und zwei Rückstände wettgemacht“, strich Trainer Magnus Niemöller das Positive heraus. Die zuletzt gesperrten Christoph Kasak und Philipp Rosenkranz sind in Neuenkirchen wieder dabei.

Von Dirk Möllers / Münsterländische Volkszeitung

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