tsg sprockhoevelEin anspruchsvolles Programm absolviert Oberligist TSG Sprockhövel derzeit. Nach Tabellenführer SV Lippstadt ist am Donnerstag (19.30 Uhr) der Tabellenvierte SpVgg Erkenschwick im Baumhof zu Gast.


Für TSG-Trainer Lothar Huber wird die Aufgabe kein Stück leichter als gegen den Primus. „Erkenschwick ist sicherlich eine Mannschaft, die genau so anzusiedeln ist wie Lippstadt“, sagt er. „Sie haben eine kompakte Defensive und mit Sebastian Westerhoff und Stefan Oerterer vorne zwei überragende Leute, die dafür verantwortlich sind, dass Erkenschwick steht, wo es steht.“ Der aus Obersprockhövel stammende ehemalige Jugend-Nationalspieler Westerhoff ist der Taktgeber des Erkenschwicker Spiels, und Oerterer hat alleine 14 der bisher 38 Saisontore besorgt.

Lothar Huber hat wieder Alternativen
Respekt ist also angesagt, aber keine Angst – dazu sprechen auch zu viele Dinge für Sprockhövel. „Wir müssen da anknüpfen, wo wir gegen Lippstadt aufgehört haben“, sagt der ehemalige BVB-Profi. Denn gegen den Spitzenreiter ließ Hubers Team hinten kaum etwas zu und war in der zweiten Halbzeit dem Sieg sogar näher als der Favorit. Zudem kann die TSG auf ihre Heimstärke vertrauen. Alle sechs Saisonsiege holte sie auf dem heimischen Kunstrasen, verloren gingen nur zwei Partien.

Außerdem ist es um den Kader wieder besser bestellt. Mit Marcel Ramsey und Berkant Canbulut kamen gegen Lippstadt zwei vermisste Stammkräfte wieder zu Kurzeinsätzen. „Man hat gesehen, wie wichtig es ist, dass sie wieder dabei sind“, sagt ihr Trainer, der sich über Alternativen freut. „Wenn sie reinkommen, passiert auch was. Vorher waren mir da die Hände gebunden.“ Noch nicht wieder spielen kann gegen Erkenschwick Innenverteidiger Christian Kalina, der sich beim Auswärtsspiel bei Roland Beckum den Daumen gebrochen hatte. Er ist inzwischen aber wieder ins Lauftraining eingestiegen, und Lothar Huber rechnet in zehn oder 14 Tage wieder mit ihm.

Tim Dudda gesetzt
Dass mit ihm zu rechnen ist, zeigte gegen Lippstadt Youngster Tim Dudda. Das 18-jährige Eigengewächs stach aus einer starken Mannschaft durch Übersicht und Ballsicherheit heraus. „Tim hat gegen Lippstadt sehr stark gespielt“, sagt Lothar Huber. „Er ist gesetzt, und wir haben ein bisschen Glück, dass die A-Jugend im Moment Pause hat, denn sie ist noch nicht gesichert und braucht einen Mann wie ihn natürlich.“ Gut möglich also, dass Dudda auch gegen Erkenschwick wieder zur Startformation zählt.

Sebastian Schneider

Quelle: WAZ, Sprockhövel

Zum Seitenanfang