roland beckumManchmal kann es selbst der Vati nicht richten. Und der Fatih schon gar nicht. „Unglücklich. Unverdient“, grämt sich Fatih Kalintas, Trainer beim SC Roland, nach dem 1:2-Unglück an Erkenschwicks Stimberg.

 

 „Tja, man wird eben nicht immer belohnt beim Fußball“, philosophiert Kalintas, nachdem seine Roländer mindestens gleichwertig waren und dann doch mit leeren Händen zurück nach Beckum fuhren. Notgedrungen hatten er und sein Trainerkollege Musemestre Bamba fast die gesamte Viererkette neu zusammenstellen müssen, aber die Niederlage hatte ihre Gründe nicht an den neu eingegliederten Krahn, Bajric und Höveler. Das wäre wohl zu leicht gewesen.

 Nein, kollektive Träumereien und Konzentrationsschwächen kosteten den Sieg beim daheim also immer noch unbesiegten Liga-Fünften. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen“, hatte Kalintas da noch Hoffnungen. „Aber Erkenschwick ist stark genug, um eben solche Fehler eiskalt zu bestrafen.“ So machte es Lukas Opiola, der nach 25 Minuten einen Sololauf durch Rolands Strafraum zum 1:0 abschloss. Ein Schock für den Gast, der bis dahin die Partie dominiert hatte und sich nun vorerst zurückfallen ließ. Man brauchte wohl die Pause, um wieder auf die Beine zu kommen.

Und einen Joachim Mrowiec. „Da hat er individuelle Klasse bewiesen“, lobt Kalintas seinen Offensiven, der acht Minuten nach dem Wiederanpfiff eine schöne Einzelaktion gegen drei Erkenschwicker Spieler mit dem 1:1 krönte. Alles wieder im Lot? Nicht ganz, denn der SC Roland erarbeitete sich in der Folge nun ein klares Chancenplus, fiel aber schließlich wieder ins Minus zurück. Koopmann und Ucar verbaselten je zwei Großchancen, Daglar scheiterte ebenso wie Grieswelle.

  

Bis Erkenschwicks Oerterer die Geduld verlor, und kurz mal demonstrierte, wie es besser geht: Nach einem Befreiungsschlag fällt ihm der Ball auf den Fuß, und der Torjäger vom Dienst fackelt mit dem 2:1 nicht lange (77.). Die Gastgeber – ganz klassisch – machten nun dicht, und es passte ins Bild, dass Ucar in der 89. Minute nur den Pfosten traf. Phils Nachsetzen per Kopfball endete im Toraus. „Das sind so Tage ...“ seufzte Kalintas. Manchmal ist selbst der Fatih der Kompanie ratlos.

Quelle: Die Glocke

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