wehmschulte tobiasIrgendwie kaum zu glauben, aber doch wahr: Der Oberliga-Hit des 30. Spieltages findet im Waldstadion zu Neuenkirchen statt, wenn der gastgebende SuS als Vierter am Sonntag um 15 Uhr auf den Tabellenzweiten SpVgg. Erkenschwick trifft. Es ist ein Duell, das die Herzen aller Oberliga-Fans höher schlagen lässt, denn für beide Mannschaften heißt die Devise Spieltag für Spieltag: Wir erfreuen unsere Anhänger mit hinreißendem Offensivfußball. So verspricht Tobias Wehmschulte vom SuS: „Das Spiel geht auf keinen Fall 0:0 aus.“

 

    

Neuenkirchen hat sich nicht nur in der Tabelle auf leisen Sohlen auf Platz vier vorgeschoben, sondern stellt in der Rückrunde zusammen mit Meister Arminia Bielefeld 2 mit 32 Treffern den besten Sturm. Auch bei Erkenschwick fällt die Quote mit 28 Toren nur wenig schlechter aus. Aber es gibt einen großen Unterschied: Erkenschwick hat zwei Alleinunterhalter in punco Torgefährlichkeit. Die beiden haben 65 Prozent aller Tore des Tabellenzweiten erzielt.

Jubeln darf Trainer Magnus Niemöller vor allem, wenn sich Stefan Oerterer auf den Weg macht in Richtung gegnerisches Tor, denn er führt mit 26 Treffern die Torjägerliste der Oberliga an. Fast noch größer ist der Respekt der SuS-Coaches Tobias Wehmschulte und Stefan Rother vor Sebastian Westerhoff, obwohl dieser „nur“ 18 Einschüsse vorweisen kann. „Er ist vermutlich der beste Zehner in der Oberliga, sehr ballsicher und mit einer unglaublichen Spielübersicht ausgestattet“, meinte Wehmschulte, „und auch Oerterer profitiert ganz erheblich von ihm.“

Gewöhnlich spielt Erkenschwick in einem 4:2:3:1-System, und selbstverständlich kommt die hohe Torquote nur zustande, wenn schnelle Spieler auf den Außen auch richtig gut drauf sind und die Torjäger mit ihren Flanken füttern. Der Dampfmacher auf der rechten Seite heißt Florian Fricke, über links wirbelt meist Deniz Fahri Batman. „Aber die beiden wechseln ständig ihre Positionen, auch aus dem Spiel heraus“, warnt Wehmschulte vor einem allzu einfachen Schubladen-Denken.

Für sonderlich ausgeprägten Respekt gibt es beim SuS keinen Grund, denn die Gatgeber haben elf ihrer 13 Heimspiele gewonnen und werden zurzeit von Spiel zu Spiel besser. Aber die lange Saison setzt dem kleinen Kader zu, der zunehmend schrumpft.

Definitiv fehlen wird Daniel Brink wegen eines Muskelfaserrisses, für ihn steht Dennis Fischer im Tor. „Er wäre aber sowieso dran gewesen“, meinte Wehmschulte. Wer als Ersatzkeeper auf die Bank geholt wird, ist noch nicht entschieden.

Das größte Sorgenkind ist Defensivmann Emanuel Beckmann-Smith, der im Pokalspiel bei SW Weiner wegen Problemen in der Oberschenkelmuskulatur schon früh aus der Partie musste. „Trotz Wärmetherapie wird es bis Sonntag vermutlich nichts werden“, sagte Wehmschulte. Immer noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte befindet sich Mittelfelder Viktor Braininger, und so deutet sich ein Einsatz erst im Laufe der zweiten Halbzeit an.

Es gibt auch positive Nachrichten: Lars Pöhlker musste wegen einer Fußverletzung aus dem Heimspiel gegen Beckum in Heven pausieren, doch diese ist jetzt komplett überwunden. Somit dürfte gegen Erkenschwick ein defensives Mittelfeld mit ihm und Jörg Husmann aufgeboten werden, und Thomas Wessels sollte den freien Platz links in der Viererkette einnehmen.

Nawid Nesar fand sich zu Beginn der Saison meist auf der Bank wieder, gegen Heven war er erste Wahl und sollte eigentlich durchspielen. Vermutlich wird er die Zehner-Position aber an Julian Knocke abgeben müssen.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

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