rw ahlenDie schlechte Nachricht: RW Ahlen ist dabei, die Qualifikation für den Westfalenpokal zu verspielen. Dafür hat ein enttäuschter Trainer die gute Nachricht parat: „Gut, dass diese Spieler gehen. Und danke an deren zukünftige Vereine, dass die sie uns abnehmen.“ Nach dem 0:5-Desaster in der zweiten Halbzeit bei der SpVgg Erkenschwick ist Marco Antwerpen ganz nach Großreinemachen. Und zwar mit dem ganz groben Besen.

„Von denen bekommt hier keiner ein Abschiedsspiel“, kündigt Antwerpen ein Saisonfinale gegen Zweckel mit einer „schönen U 19-Mannschaft“ an.

Nach dem Komplettversagen auf dem Stimberg am Sonntag können Spieler wie Venker, Khmiri, Nebi, Bollmann oder Eckert also eher in die Sommerfrische, Antwerpen wird sie kaum vermissen. Dabei waren es wohl nicht nur die Abgänge in spe, die beim Favoriten nach der Pause die Arbeit niederlegten. Dafür fiel es dem Gastgeber nämlich zu leicht, RW Ahlen nach ersten 45 Minuten auf Augenhöhe in alle Einzelteile zu zerlegen.

Bei katastrophalen Abwehrfehlern gegen die bekannten Oberliga-Torjäger Oerterer (1:0; 3:0) und Westerhoff (4:0; 5:0) zeigte die Ahlener Abwehr schon dramatische Auflösungserscheinungen. Weißfloh ergänzte das Scheibenschießen zwischendurch mit seinem 2:0, herrlich vorbereitet von Oerterer, der die zweite Hälfte schon mit einem warnenden Treffer an den Pfosten begann. 

Wurde aber dramatisch ignoriert. „Es fehlten die banalsten Dinge“, war Antwerpen restlos bedient. „Einstellung casino online und leichteste taktische Vorgaben waren nicht vorhanden.“ Dazu gesellten sich rätselhafte Vorstellungen – so von Langesberg. In der ersten Hälfte war er noch einer der stärksten Zweikämpfer der Rotweißen, in der zweiten Hälfte verschuldete der Innenverteidiger gleich zwei Treffer.

Bezeichnend die Leistung von Nebi, der die einzige Ahlener Chance im ersten Teil frei vergab. Und nachdem Oerterer das 3:0 über den Innenpfosten erzielt hatte (63.), stand der Rechtsaußen im Gegenzug völlig blank vor Erkenschwicks Keeper Ditterle und spielte ihm die Kugel völlig fahrig in die Fäustlinge. Das machte den feinen Unterschied. „Ich bin nur froh, dass wir einen Umbruch machen und der ein oder andere bald weg ist“, so der Trainer. Ein schwacher Trost für den Sonntagabend.

Quelle: Die Glocke

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