tus hevenDen Vertrag mit dem Trainer verlängert, das vergangene Spiel gewonnen und den Abstand auf die Abstiegsränge auf zehn Punkte hochgeschraubt - selten war Trainer Jörg Behnert als kritischer Mahner im freudigen Überschwang aller Beteiligten so gefragt wie derzeit.

Vom 3:0-Erfolg gegen Erkenschwick im Hinspiel sollten sich seine Hevener Jungs doch bitte nicht blenden lassen, ebenso wenig, wie vom Tabellenplatz.
Ein genauerer Blick zeigt nämlich auch: Die Kicker vom Haldenweg haben Minimum zwei Spiele mehr absolviert als ihre Kontrahenten aus dem unteren Tabellendrittel. So bediente sich Behnert aus dem Werkzeugkasten eines Grundschullehrers, um das Team auf das Duell im Erkenschwicker "Stimberg" einzustimmen. Drei Punkte, aufgeführt in A, B und C. Beginnend damit, schlicht auf die Qualität des Gegners aufmerksam zu machen. "Die spielen eine gute Saison, haben eine gute Mannschaft und gehören damit zu den Top-Fünf der Liga", so Behnert.

Jedes Spiel bleibt wichtig

Umso überraschender liest sich das Ergebnis aus dem Hinspiel, womit Behnert zu Punkt B kommt. 3:0 fertigten die Hevener auf eigener Anlage die Spielvereinigung ab, nach heutigen Maßstäben ein Paukenschlag allererster Güte. "Davon sollten wir uns in keinem Fall blenden lassen, das war damals einfach mega effektiv", warnt Behnert weiter. Von fünf Torschüssen landeten drei im gegnerischen Gehäuse, Wiederholung eher unwahrscheinlich. Punkt C kommt da schon einfacher daher. Weiterhin bleibt jedes Spiel für den TuS immens wichtig. "Der Klassenerhalt ist noch lange nicht gesichert", weiß der Coach.

Fast nach Belieben

Sorgen, die die Erkenschwicker auf Platz vier gar nicht kennen. Der Aufsteiger kann mit Stefan Oerterer und Sebastian Westerhoff in einem 4-4-2 System auf eines der besten Sturmduos der Liga setzen, besonders Sebastian Westerhoff trifft an einem guten Tag fast nach Belieben.

Den Luxus von ebenfalls zwei Angreifern gönnt sich Behnert seinerseits vermutlich in Erkenschwick nicht, das bewährte 4-2-3-1 soll es richten. Mit Sicherheit findet darin aber Maik Knapp nach seiner starken Leistung in der Vorwoche seinen Platz. Dazu sah sich Behnert "fast verpflichtet".

Von Simon Kaupen

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