Schlebach christophDas zweitbeste Rückrunden-Team gastiert beim SV Schermbeck. Doch auch gegen Erkenschwick muss der abstiegsgefährdete Fußball-Oberligist punkten. Christoph Schlebach sah Gesprächsbedarf. Der Trainer des auf den vorletzten Platz abgerutschten Fußball-Oberligisten SV Schermbeck bat seine Kicker zu einer längeren Mannschaftssitzung. Dabei sei der Meinungsaustausch „konstruktiv und nicht destruktiv“ gewesen, so der 48-Jährige.

 

Allgemeiner Tenor nach dem bitteren 1:3 letzten Sonntag in Stadtlohn: „So darf es nicht weitergehen.“ Kurzfristige Besserung ist dringend geboten, will der Neuling nicht im Frühjahr seine Chance auf den Klassenerhalt verspielen. Als schlechtestes Rückrunden-Team empfängt der SVS am Sonntag (15 Uhr) mit der Spvgg. Erkenschwick die zweitbeste Mannschaft der zweiten Serie, die zuletzt vier Siege in Folge feierte.

Hauptkritikpunkt des Trainers ist, dass seine Elf es einfach nicht schafft, über 90 Minuten eine konstant gute Vorstellung abzuliefern. In Stadtlohn war die erste Halbzeit okay, die zweite Hälfte dagegen eher unterirdisch. „Bekommen wir einen Gegentreffer, dann spielen wir danach oft viel zu konfus“, bemängelt der Schermbecker Übungsleiter. Sein Team müsse auch dann einen klaren Kopf behalten. Dabei bleibt Schlebach bei seiner Meinung, dass der Aufsteiger gegen alle Oberliga-Mannschaften mithalten kann. „Nur so ein bisschen gut mitzuspielen, das reicht aber nicht. Es muss in allen Bereichen mehr kommen.“

Und dies liege weder am Personal, noch an der taktischen Ausrichtung. Ob mit einer oder zwei Spitzen, zwei Sechsern im Mittelfeld oder einer Dreierkette in der Abwehr – Aussetzer hat es in allen Spielformen bereits gegeben. „Es muss sich grundsätzlich etwas ändern. Wir müssen die Ordnung halten, ein Gegentreffer darf nicht alles über den Haufen werfen“, so der Trainer. Das Team aus Erkenschwick stellt die Umsetzung der verbalen Ziele beim SVS direkt auf eine harte Probe.

Denn auch wenn mit Erkenschwick der Tabellenfünfte kommt, gegen den gilt es zu punkten. „Selbst gegen einen so guten Gegner muss einfach mal ein Befreiungsschlag her“, fordert Schlebach, dem bis auch Max Bönighausen (Kapselriss im Sprunggelenk) alle Akteure zur Verfügung stehen.

Trotz der brenzligen Tabellensituation nimmt die Planung für die neue Saison weiter Formen an. Kevin Ewald hat direkt um vier Jahre verlängert. „Er will wohl in Schermbeck in Rente gehen“, sagt sein Trainer grinsend. Patryk Niedzicki hängt zunächst noch ein Jahr am Waldsportplatz dran. Ralf Pollmann

Beim SV Schermbeck „muss in allen Bereichen mehr kommen“ | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/wesel-hamminkeln-schermbeck/beim-sv-schermbeck-muss-in-allen-bereichen-mehr-kommen-id11697718.html#plx2036724048

Zum Seitenanfang