sv lippstadtDer SV Lippstadt steht nicht zufällig in der Tabelle der Oberliga Westfalen ganz weit vorn: Das bewiesen die Schwarzen-Roten im Auswärtsspiel bei der hoch gehandelten SpVg Erkenschwick. Im Stile einer Spitzenmannschaft feierten sie einen souveränen 4:1-Erfolg, an dem es nichts zu deuteln gab. „Das lässt für die Zukunft hoffen“, sagte ein hörbar zufriedener Trainer Stefan Fröhlich direkt nach dem Schlusspfiff.

 

Anerkennung für die starke Lippstädter Leistung gab es von allen Seiten. Ein richtig treuer Fan aus Erkenschwick brachte es beim Verlassen des Stimberg-Stadions auf den Punkt: „Das habe ich hier in 35 Jahren nicht erlebt, dass wir so chancenlos waren. Die anderen waren klar besser!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Kapitän Kickermann verteidigt links

Mit einem cleveren Schachzug nahm SV-Coach Fröhlich die schnellen Außenstürmer der Gastgeber aus dem Spiel. Kapitän Moritz Kickermann verteidigte auf der linken Seite, Moritz Zimmermann wechselte nach rechts. Dort agierte auch der kroatische Neuzugang Josip Majic erstmals von Anfang an.

Die Lippstädter erwischten einen Blitzstart. In der 7. Minute setzte sich Ardian Jevric nach einem Zuspiel von Stefan Parensen durch, passte geschickt in den Strafraum, wo Björn Traufetter keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz das 0:1 zu erzielen. Der Anstoß im Mittelkreis war kaum erfolgt, da stand es schon 0:2 (7.). Als ein Erkenschwicker Kicker ausrutschte, schnappte sich erneut Björn Traufetter die Kugel, stürmte allein auf Torwart Müller zu und verwandelte ganz sicher unten rechts.

Was für ein Auftakt! Doch mitten in die Euphorie hinein verkürzte die SpVg auf 1:2 (12.): Eine lange Flanke von rechts verwertete der völlig freistehende Batmann zum Anschlusstreffer. Die Schwarz-Roten schüttelten sich kurz und übernahmen sofort wieder das Kommando. Zunächst wurde Fabian Lübbers noch im letzten Moment abgeblockt (19.), dann verzog Traufetter (20.) knapp. Danilo zielte in der 25. Minute besser: Der 25-Meter-Schuss des Brasilianers senkte sich zum 1:3 ins Netz. Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken hatten die Gäste nicht nur bis zur Pause alles im Griff. Erkenschwick war zu keiner Zeit in der Lage, den souverän auftretenden SV irgendwie in Gefahr zu bringen.

Eigenwerbung für Spiel gegen Rhynern

Daran änderte sich auf im zweiten Durchgang nichts. Der Tabellendritte beschränke sich jetzt auf die Kontrolle des Geschehens und hatte damit Erfolg. Von den Gastgebers war offensiv nichts zu sehen. Ganz anders die Lippstädter: Wenn sie nach vorne stürmten, geriet die SpVg sofort in Bedrängnis. Nach einem klugen Konter über Jevric und Danilo traf Traufetter nur das Außennetz (63.). Dann versuchte sich Jevric als Kunstschütze, als der Ball nach einem Schlenzer aus halblinker Position gegen den rechten Pfosten klatschte (86.).

Aber der 29-jährige Edeltechniker bekam noch sein Tor: In der 91. Minute lupfte Jevric das Leder über den konsternierten Erkenschwicker Keeper hinweg zum 4:1-Endstand in die Maschen.

Mit dieser Leistung betrieben Kapitän Kickermann und Co. beste Eigenwerbung für das Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen Westfalia Rhynern. - lüt

Quelle: Der Patriot

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