kasak christoph8Der Kreispokalsieg am Mittwoch (5:2 über Sinsen) wurde am Stimberg ausgiebig gefeiert: Erst im Vereinsheim am Stadion, dann in einer Recklinghäuser Lokalität. Vielleicht könnte die am Sonntagabend kurzfristig ihre Pforten öffnen? Denn auch in der Oberliga Westfalen steht die Spvgg. Erkenschwick vor einem weiteren Finale. „Wenn wir noch einmal an den dicken Fleischtopf wollen, müssen wir in Sprockhövel siegen“, sagt Trainer Magnus Niemöller.

 

Sich noch einmal voll reinhauen, wie es hier Christoph Kasak im Kreispokalfinale tut – das wollen die Erkenschwicker Oberliga-Fußballer in Sprockhövel. Foto: Olaf Krimpmann

 Die Art und Weise, wie es der am Saisonende scheidende Trainer sagt, lässt daran keine Zweifel zu: Sein Team wird sich am Sonntag am Baumhof noch einmal voll reinhauen.

 Die Mannschaft wird es zwangsläufig tun müssen, denn auch für die TSG steht viel auf dem Spiel. Die Überraschungsmannschaft der Saison könnte mit einem eigenen Sieg bereits den Aufstieg in die Regionalliga feiern. Die Zulassung dafür hat der Verein seit einer Woche in den Händen.

 Dass die am Stimberg erneut nicht in der Post lag, ist zwar mittlerweile Geschichte. Aber eine, die unverändert nachwirkt. Die Mannschaft, offenbar tief enttäuscht vom Kurs der Vereinsführung, hat eine Jetzt-erst-recht-Mentalität entwickelt, die sie zweifelsfrei zu einem extrem gefährlichen Gegner macht.

 Der Trainer selbst lebt es vor: „Wir alle wollen den größtmöglichen Erfolg“, sagt Magnus Niemöller. Der im Übrigen die Pokalfeierlichkeiten am Mittwoch etwas solider gestaltete als der Rest der Truppe: Am Donnerstag „spionierte“ der Trainer bereits bei der Partie SuS Neuenkirchen - SF Siegen. Den neuen Tabellenführer hat die Spvgg. am letzten Spieltag zu Gast.

 Unter welchen Vorzeichen, das wird sich am Sonntag am Baumhof entscheiden. Siegt die Spvgg. und gewinnt auch ihr Nachholspiel am Mittwoch in Hamm, „ist alles drin, und ich betone alles“, sagt der Trainer.

 Sprockhövel gilt als hartes Kaliber, hat seit dem 6. Dezember 2015 (0:1 gegen Rhynern) kein Heimspiel mehr verloren. „Und wir genau seit dem Tag kein Auswärtsspiel“, ergänzt Magnus Niemöller. Es ist ein Aufeinandertreffen von zwei Serientätern. Im Hinspiel fügte Erkenschwick der TSG im übrigen erst die zweite Saisonpleite bei (2:1).

 Allerdings wird die Spvgg. mit nur kleinem Kader anreisen, Niemöller stehen 14 Feldspieler zur Verfügung. Dauerläufer Philipp Rosenkranz fehlt gelbgesperrt.

von Olaf Krimpmann

 INFO TSG Sprockhövel - Spvgg. Erkenschwick; So., 15 Uhr – Stadion Im Baumhof. Navi: Eickerstraße 23.

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