SV Lippstadt hat in Erkenschwick mehr Mühe als erwartet

Lippstadt  - Mit dem dritten Auswärtssieg in Folge festigte der SV Lippstadt seine Spitzenposition in der Oberliga: Allerdings hatten die Schwarz-Roten beim Tabellensechzehnten SpVg Erkenschwick mehr Mühe als erwartet. Stefan Parensen und der eingewechselte Marcel Todte drehten das Spiel noch zu Gunsten des Tabellenführers, nachdem der Außenseiter in Führung gegangen war. Fabian Lübbers musste kurz nach Beginn der zweiten Hälfte mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

Zwei Tage vor seinem 31. Geburtstag musste Stefan Fröhlich tief durchschnaufen: Der Sieg seiner Mannschaft gestern war ein hartes Stück Arbeit. Vor allem in der ersten Halbzeit passierte bei 28 Grad Celsius nicht viel auf dem Rasen des Stimberg-Stadions. Die Gastgeber, die seit nunmehr sechs Runden vergeblich auf einen Sieg warten, wirkten verunsichert. Das konnte der Spitzenreiter allerdings nicht ausnutzen. Im Spiel der Gäste fehlten Tempo, Präzision und in letzter Konsequenz auch die Ideen, um die tief stehende SpVg zu knacken. Wenn man so will, passte sich der SV dem Niveau seines Kontrahenten an. Als die Bruchbaum-Kicker dann auch noch begannen, etwas lässiger zu agieren, wurde es gefährlich. Erkenschwicks Stoßstürmer Benkovic besaß vor dem Wechsel zwei glänzende Möglichkeiten, um seine Farben in Führung zu schießen. Doch er scheiterte aus kurzer Distanz an Torhüter Balkenhoff (29.), der blitzschnell die kurze Ecke zumachte und später (40.) mit einem zu hoch angesetzten Heber.

Auf der anderen Seite lief vor allem Paolo Maiella häufig ins Abseits. Zudem vergab der junge Stürmer eine Riesenchance aus fünf Metern (7.). Lübbers’ Kopfball (25.) hatten alle SV-Fans schon drin gesehen, bei einem weiteren Versuch von Bechtold (28.) war Erkenschwicks Keeper Kröger zur Stelle. Die erste Halbzeit gestern gehörte ganz gewiss nicht zu den besten der Lippstädter, somit ging das 0:0 auch in Ordnung.

Nach dem Wechsel dann der Schock, als sich „Mister Zuverlässig“ Fabian Lübbers am rechten Knie verletzte und raus musste. Für ihn rückte Moritz Kickermann ins Abwehrzentrum. Das 0:1 (59.) konnte der Kapitän jedoch nicht verhindern, als Ofosu-Ayeh die Kugel nach einer scharfen Hereingabe aus drei Metern über die Linie drückte.

Danach setzten die Gäste alles auf eine Karte, brachten mit Marcel Todte, Marcel Rump und Björn Traufetter frische Offensivkräfte. Das 1:1 (68.) erzielte aber Stefan Parensen nach einer energischen Einzelleistung mit einem platzieren Flachschuss. Es folgte die Aktion des Nachmittags: Nach einer Erkenschwicker Ecke konterte der Spitzenreiter im Turbo-Tempo: Marcel Rump spurtete über den gesamten Platz, setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, bediente anschließend den mitgelaufenen Marcel Todte maßgerecht, der den umjubelten Siegtreffer erzielte. Beide Spieler hatte Stefan Fröhlich eingewechselt und damit ein glückliches Händchen bewiesen. - lüt

Quelle: Der Patriot

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