imre jenriNach drei Spielen ohne Sieg in Folge und dem drohenden Punktabzug hatte Imre Renji für das Spiel gegen Erkenschwick Punkte gefordert. Doch bei der 1:2 (0:1)-Niederlage hat ihn seine Mannschaft wohl nicht richtig verstanden, denn die Einstellung mit der die Ennepetaler gestern phasenweise über den Platz schlichen, reichte nicht zum Punktgewinn. In der ersten Halbzeit konnten die Hausherren gerade einmal eine nennenswerte Chance verbuchen. Diese vergab Robin Gallus (22.). Auf der anderen Seite überzeugten auch die Gäste kaum. Es entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit häufigen Unterbrechungen. Doch während beide Mannschaften spielerisch enttäuschten, kam Erkenschwick zumindest über Kampf gelegentlich vor den Kasten von Marvin Weusthoff. „Der Gegner hat mit wenig Einsatz das Beste aus dem, was wir angeboten haben, gemacht“, sagte Renji.

Leichtfertige Ballverluste

Immer wieder liefen zwei, drei Angreifer die TuS-Aufbauspieler an – ohne dabei jedoch das ganz große Pressing aufzufahren. Das reichte allerdings um die Ennepetaler zu leichtfertigen Ballverlusten zu verleiten. Bezeichnenderweise ging beiden Gegentoren ein Ballverlust voran. Beim 0:1 der Gäste schaltete die gesamte Abwehr nach einem Tackling von Kapitän Abdulah El Youbari ab. Erkenschwick eroberte den Ball zurück, und Semih Demiroglu traf zur Führung.

Auch in der zweiten Halbzeit schauten die Ennepetaler beim nächsten Gästetreffer nur zu. Dennis Weßendorf eroberte den Ball, lupfte diesen über Lukas Winczura auf Ivan Benkovic (55.), und der schob den Ball ungehindert an Weusthoff vorbei. Weusthoff hielt in der Folge noch einen Elfmeter, so dass die Schlussphase spannend wurde.

Mit einem satten Schuss aus 22 Metern traf Michael Kupilas nur den Pfosten, doch Robin Gallus (81.) staubte ab. Nur eine Minute später fand eine verunglückte Flanke von Florian Gerding fast seinen Weg ins Tor von Erkenschwick, doch das Glück war dem TuS gestern nur einmal hold.

„Ein Unentschieden war vielleicht auch nicht verdient“, gestand Renji. Er suchte den Fehler nach der Partie selbstkritisch auch bei sich: „Ich hab nach den letzten Spielen die Aufstellung nicht geändert und den Spielern damit nicht die nötigen Denkzettel verpasst. Das Ding nehme ich auf meine Kappe.“

Matthias Blau/WAZ

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