hozjak svenZehn Spiele lang zog die Hammer SpVg ungeschlagen durch die Oberliga. Das änderte sich erst am vergangenen Sonntag. Für Trainer Sven Hozjak kam die Niederlage zur richtigen Zeit - auch angesichts der kommenden Aufgabe gegen Erkenschwick. Hinter der Hammer SpVg und Trainer Sven Hozjak liegt eine ungewöhnliche Woche. Erstmals seit Ende September ging der Oberligist die Arbeit zwischen zwei Partien wieder als Verlierer an.

 

Damals unterlag die HSV im für sie unbedeutenden Kreispokal dem Holzwickeder SC, am vergangenen Wochenende erwischte es das Hozjak-Team beim 0:1 gegen den SC Hassel auch wieder im Liga-Betrieb. Für den Coach war das ein passender Warnschuss vor dem Spiel gegen Schlusslicht Spvgg. Erkenschwick (Sonntag, 14.30 Uhr).

Hozjak bemängelt Defensivarbeit

„Wir haben zuvor gegen den TSV Marl-Hüls schon einige große Torchancen zugelassen, aber nach einem 5:1-Sieg hören mir die Spieler natürlich nicht so gut zu wie nach einem 0:1“, sagt der 35-Jährige. Das Defensivverhalten seiner Mannschaft bemängelte Hozjak auch im Nachgang des Spiels gegen Hassel. „Wir haben unsere Positionen in der Arbeit gegen den Ball nicht gefunden.“

Die Niederlage ereilte den Tabellenzweiten in den Augen des Trainers nicht unbedingt zur Unzeit, denn vor den letzten zwei Begegnungen des Jahres sei seinem Team so „hoffentlich wieder bewusst geworden, dass jeder jeden schlagen.“

"Drei Punkte - egal wie"

Hozjak will seinen Blick deshalb auch gar nicht erst auf die Tabelle der Oberliga richten, an deren Ende Erkenschwick derzeit rangiert. Der letzte Dreier gelang dem Team um Spielertrainer Allali Zouhair Mitte Oktober gegen den TuS Ennepetal. „Wir müssen das umsetzen, was wir können“, meint der Hammer Trainer. „Wir wollen drei Punkte holen – egal wie.“

Geriet der Heimauftritt gegen Hassel vor allem im zweiten Durchgang aufgrund des vereisten Platzes eher zu einem Glücksspiel, dürfte es am Sonntag in Erkenschwick nicht ansatzweise Grund zur Beschwerde geben: Die gastgebende Spielvereinigung lädt auf einen Kunstrasenplatz. „Ich freue mich darüber. Wir trainieren ohnehin seit Monaten nur auf Kunstrasen und sind gut darauf vorbereitet“, erklärt Hozjak.

Fragezeichen hinter Serrone

Sturmtank David Loheider wird aufgrund seiner Rot-Sperre weiter ausfallen. Seinem Coach passt das nicht: „Er fehlt uns in diesen schwierigen Partien schon deutlich.“ Hinter Giacomo Serrones Einsatz steht zumindest ein kleines Fragezeichen, weil der schnelle Mann im Training einen Schlag auf das Schienbein samt anschließender Schwellung einstecken musste.

Zudem denkt Hozjak zumindest über kleine Korrekturen nach. „Einige Spieler drängen sich auf“, sagt er. Namentlich nennt er Yakup Köse und Manuel Dieckmann, die Optionen im Mittelfeld sein könnten.

Der Gastgeber von Sonntag hat noch immer mit Verletzungssorgen zu kämpfen, auch deshalb stellte sich Trainer Zouhair zuletzt selbst auf. „Erkenschwick ist angeschlagen und wird Vollgas geben“, warnt Hozjak.

Quelle: Westfälischer Anzeiger

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