fc guetersloh2000 ab 2010Jetzt nehmen die Dinge ihren Lauf. Am Montagmorgen landete der am Wochenende eingereichte Insolvenzantrag des FC Gütersloh auf dem Tisch der zuständigen Abteilung im Amtsgericht Bielefeld. Eine Mitarbeiterin der bearbeitenden Stelle bestätigte den Eingang auf Nachfrage.  Als unmittelbar feststehende Auswirkung des eingereichten Antrags auf Zahlungsunfähigkeit steht das Oberligateam um Trainer Fatmir Vata damit bereits als Absteiger in die Fußball-Westfalenliga fest.

 

In der weiteren Verfahrensabfolge schloss sich  im Amtsgericht Bielefeld eine vorläufige Begutachtung des Antrags hinsichtlich der formalen Vollständigkeit an und darauf folgte die Ernennung eines vorläufigen Insolvenzverwalters, der ab sofort ganz allein die weiteren Geschicke des FC Gütersloh in seinen Händen halten dürfte.

Vom Amtsgericht in Bielefeld ist die Kanzlei von Dr. Rainer Eckert Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mit Sitz in Gütersloh zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Hinter diesem Namen steht eine überregional tätige Sozietät von Rechtsanwälten und Steuerberatern mit verschiedenen Standorten in Nord-, West- und Ostdeutschland.

   Auf Nachfrage mochte der vorläufig bestellte Insolvenzverwalter noch keine weiteren Einzelheiten zum unmittelbaren Verfahrensablauf geben, verwies in diesem Zusammenhang auf die zeitliche Kurzfristigkeit der Bestellung und ließ mitteilen, dass zunächst eine zeitnahe Kontaktaufnahme mit dem Vorstand des FC Gütersloh Priorität genieße.

Mit dem Einreichen des Insolvenzantrags ist das sportliche Schicksal des FC Gütersloh in der Spielzeit 2016/2017 endgültig besiegelt. Wie Oberliga-Staffelleiter Reinhold Spohn auf Anfrage bestätigen konnte, steht der FC Gütersloh damit als Absteiger in die Westfalenliga fest. Alle bislang ausgetragenen Partien des Heidewald-Clubs fallen aus der Wertung.

„Ich habe zwar noch keine offizielle Mitteilung darüber bekommen, aber wenn dem so ist, dann sieht die Spiel-und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes keinen anderen Weg vor“, erklärte Spohn und machte im gleichen Atemzug deutlich, dass diese sportliche Entscheidung unabhängig davon sei, ob der Antrag angenommen oder mangels Masse abgelehnt werde. „Ausschlaggebend ist einzig und allein die Tatsache, dass der Insolvenzantrag überhaupt gestellt worden ist.“

Quelle: Die Glocke

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