bruchhage alexAm Ende stand die Niederlage: 0:1 auf dem gefürchteten Stimberg beim Oberliga-Absteiger Spvgg. Erkenschwick. Sie war unglücklich, im Endeffekt aber voll erklärlich: „Nach 90 Minuten geht der Sieg für Erkenschwick in Ordnung, er war verdient“, lautete das Fazit von SC-Cheftrainer Alex Bruchhage. „Wir waren erst in den letzten 20 Minuten richtig präsent und haben gezeigt, was in uns steckt.“ Eben gehobenes Westfalenliga-Niveau. „Aber 20 Minuten reichen nicht in Erkenschwick bei einer Mannschaft, die zu den besten Teams der Liga gehört und eine gute Rolle spielen wird.“

Hinzu kam, dass der SC in einer schwachen ersten Halbzeit (Bruchhage: „Wir haben da nicht stattgefunden“) das 0:1 eine Minute vor dem Pausentee kassierte und zwar sehr, sehr unglücklich. Der ansonsten fehlerfrei agierende Torhüter Jannik Erlmann ließ einen Weitschuss aus über 40 Metern Entfernung von Kapitän Dennis Konarski („Ich habe einfach draufgehauen“) durch die Hände ins Tor gleiten.

Großes Pech ja, aber der SC ließ im ersten Abschnitt eine gesunde Zweikampfhärte vermissen, ließ sich dadurch den Schneid abkaufen und wurde zudem in einigen Szenen vom Schiedsrichter-Trio benachteiligt. „Vielleicht hatten wir auch Angst, wir haben die erste Halbzeit verpennt und auch zu viele lange Bälle nach vorn gespielt. Der Sturm hing damit in der Luft“, bemerkte der erneut überragende Burak Yavuz, der kaum zu stoppen war und in der zweiten Halbzeit richtig aufdrehte. „Eure Nummer zehn hat Angst und Schrecken verbreitet“, sagte ein Erkenschwick-Fan am Rande der Pressekonferenz.

In der Tat, der SC drehte in den letzten zwanzig Minuten richtig auf und deutete an, was in dieser Mannschaft steckt. Zweimal fehlten Zentimeter zum Torerfolg. Die letzte Chance machte Erkenschwicks Torhüter Philipp Kunz bei einem Freistoß von Okan Güvercin zunichte.

Klar, dass die Mannschaft untröstlich war, da halfen auch die Worte von Erkenschwicks Coach Zouhair Allali nicht: „Unser Sieg geht zwar in Ordnung, aber mit Neheim ist zu rechnen. Andere Teams werden ihre Schwierigkeiten gegen den SC bekommen.“

Am nächsten Sonntag kommt der Lüner SV ins Binnerfeld, auch eine Spitzenmannschaft. Die Devise für dieses Spiel ist klar: 90 Minuten das vorhandene Niveau abrufen und die Heimstärke gegen die Lüner „Löwen“ nutzen.

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